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Erklärstück· Supplemente

Vitamin D gegen D3, und was ein Etikett wirklich sagt

Vitamin D gegen D3, und was ein Etikett wirklich sagt
Evidenz geprüft·04 Quellen zitiert·Dr. Soraya Khan, RDN
Vol. 1Issue 042026-08-21larderlab.com
Nur zu Bildungszwecken. Die Inhalte von Larderlab dienen der Information. Hinweise zu Vorratskammer, Makros und Supplementen ersetzen keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit einer zertifizierten Ernährungsberatung oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Ihre Ernährung oder Supplementierung wesentlich ändern.

Vitamin D ist der Familienname. D2 und D3 sind die beiden verkauften Formen, beide in denselben Einheiten gezählt, und D3 hebt das Blut-25(OH)D pro Mikrogramm stärker. Was die Etikettwörter bedeuten und wann der Unterschied zählt.

Fragen

Was als Nächstes gefragt wird.

Q01
Ist Vitamin D dasselbe wie Vitamin D3?
Nicht ganz. Vitamin D ist der Familienname für eine Gruppe fettlöslicher Secosteroide, und D3 (Cholecalciferol) ist eines der beiden verkauften Mitglieder, das andere ist D2 (Ergocalciferol). Ein Etikett, auf dem nur Vitamin D steht, sagt nicht, welches enthalten ist, der Klammerzusatz auf der Nährwerttabelle ist also der aufschlussreiche Teil. Beide werden in denselben Einheiten gezählt, beide heben das Serum-25-Hydroxyvitamin D und beide zählen auf denselben Tagesbedarf, doch sie sind nicht dasselbe Molekül.
Q02
Ist D3 besser als D2?
Beim Heben der Blutwerte ja. Eine systematische Übersicht mit Metaanalyse fand D3 wirksamer als D2 beim Steigern des Serum-25-Hydroxyvitamin D (Tripkovic et al. 2012), und eine zwölfwöchige randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 335 Frauen bei 15 mcg am Tag fand für die D3-Gruppen rund 15 bis 16 nmol/L mehr Zuwachs beim Gesamt-25(OH)D als für die D2-Gruppe (Tripkovic et al. 2017). Beide Formen wirken; D3 holt schlicht mehr aus derselben aufgedruckten Dosis.
Q03
Wie erkenne ich, welche Form ein Präparat enthält?
Lesen Sie die Klammer auf der Nährwerttabelle. Cholecalciferol ist Vitamin D3. Ergocalciferol ist Vitamin D2. Der Werbetext auf der Flaschenvorderseite lautet oft nur Vitamin D, was nicht genau genug ist. Nennt das Etikett Flechten oder Flechtenextrakt als Quelle, ist das vegan geeignetes D3; herkömmliches D3 stammt aus Lanolin aus Schafwolle, und D2 wird durch ultraviolette Bestrahlung von Hefe oder Pilzen hergestellt.
Q04
Unterscheidet ein Bluttest zwischen D2 und D3?
Ein Standardtest berichtet das Gesamt-25-Hydroxyvitamin D, das die aus D2 und aus D3 stammenden Anteile zusammenfasst, und trennt sie nicht, sofern der Test nicht eigens dazu angefordert wird. Genau das ist der Sinn des gemeinsamen Weges: welche Form auch genommen wird, die Leber wandelt sie in dieselbe gemessene Speicherform um. Deshalb zählen beide Formen auf dieselben Zufuhrziele, und deshalb ist auch eine Angemessenheitsschwelle von 50 nmol/L nicht formspezifisch.
Q05
Ist veganes Vitamin D immer D2?
Nein, nicht mehr. Vitamin D2 aus UV-bestrahlter Hefe und Pilzen war die historische vegane Standardwahl, weil herkömmliches D3 aus Lanolin aus Schafwolle stammt. Aus Flechten gewonnenes Cholecalciferol ist inzwischen breit verfügbar und tatsächlich D3, eine vegane Ernährung verlangt also nicht länger, die weniger wirksame Form hinzunehmen. Prüfen Sie die Quellenzeile: Flechte heißt veganes D3, Lanolin heißt tierisch gewonnenes D3, und Hefe oder Pilz als Herkunft heißt D2.
Q06
Wie viel Vitamin D sollte man nehmen, und ändert die Form die Zahl?
Der Tagesbedarf liegt bei 600 IE (15 mcg) für Erwachsene bis 70 und bei 800 IE (20 mcg) darüber, mit einer tolerierbaren Obergrenze von 4.000 IE (100 mcg) am Tag (NIH Office of Dietary Supplements). Die Ziele sind nicht formspezifisch. Was sich ändert, ist die Wirksamkeit: weil D3 das Serum-25(OH)D pro Mikrogramm weiter hebt, bewegt dieselbe aufgedruckte Dosis D2 den Blutwert weniger, was mit ein Grund dafür ist, dass ärztliche Auffüllschemata mit Ergocalciferol auf viel größere Dosen setzen.
Quellen

Jede Aussage, belegt.

04 Quellen
  1. [01]NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin D Fact Sheet for Health Professionals. RDA 600 IU (15 mcg) to age 70 and 800 IU (20 mcg) beyond; upper limit 4,000 IU (100 mcg); D2 and D3 definitions and units.
  2. [02]Tripkovic L, Lambert H, Hart K, et al. 2012. Comparison of vitamin D2 and vitamin D3 supplementation in raising serum 25-hydroxyvitamin D status: a systematic review and meta-analysis. Am J Clin Nutr 95(6):1357-64.
  3. [03]Tripkovic L, Wilson LR, Hart K, et al. 2017. Daily supplementation with 15 mcg vitamin D2 compared with vitamin D3 in healthy South Asian and white European women: a 12-wk randomized, placebo-controlled food-fortification trial. Am J Clin Nutr 106(2):481-490. n=335; D3 incremental advantage 15.3 and 16.0 nmol/L.
  4. [04]Holick MF, Binkley NC, Bischoff-Ferrari HA, et al. 2011. Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab 96(7):1911-30. Context for high-dose ergocalciferol repletion protocols.
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