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Erklärstück· Supplemente

Wie viel Folat am Tag nötig ist, und warum die Einheit das ganze Problem ist

Wie viel Folat am Tag nötig ist, und warum die Einheit das ganze Problem ist
Evidenz geprüft·08 Quellen zitiert·Dr. Soraya Khan, RDN
Vol. 1Issue 042026-09-09larderlab.com
Nur zu Bildungszwecken. Die Inhalte von Larderlab dienen der Information. Hinweise zu Vorratskammer, Makros und Supplementen ersetzen keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit einer zertifizierten Ernährungsberatung oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Ihre Ernährung oder Supplementierung wesentlich ändern.

Die empfohlene Zufuhr beträgt 400 mcg DFE, die Obergrenze 1.000 mcg Folsäure, und beide stehen nicht in derselben Einheit. Eine 400-mcg-Tablette auf nüchternen Magen liefert 800 mcg DFE, und genau dort beginnt die Doppelzählung.

  1. 01

    Die Einheit ist das ganze Problem: was ein DFE ist

    Folat ist der Oberbegriff, Nahrungsfolat die natürlich vorkommende Form, Folsäure die synthetische, vollständig oxidierte Form aus Anreicherung und Präparaten. Sie werden unterschiedlich gut aufgenommen, weshalb der Bedarf in Folat-Äquivalenten (DFE) ausgedrückt wird, um beides auf eine Skala zu bringen (NIH Office of Dietary Supplements). Ein mcg DFE entspricht 1 mcg Nahrungsfolat oder 0,6 mcg Folsäure zum Essen oder 0,5 mcg Folsäure auf nüchternen Magen. Jede praktische Verwirrung um Folat geht auf diese drei Zeilen zurück.

  2. 02

    Die Umrechnung, in beide Richtungen gerechnet

    Vorwärts: eine 400-mcg-Folsäuretablette zum Essen sind 400 geteilt durch 0,6, rund 667 mcg DFE; auf nüchternen Magen 400 geteilt durch 0,5, genau 800 mcg DFE. Eine Zerealie mit 400 mcg DFE je Portion enthält 240 mcg tatsächliche Folsäure. Rückwärts: die 400 mcg DFE allein aus Nahrungsfolat verlangen 400 mcg Nahrungsfolat, allein aus Folsäure zum Essen nur 240 mcg (NIH Office of Dietary Supplements). Dieselbe Mikrogrammzahl bedeutet je nach Quelle drei verschiedene Dinge.

  3. 03

    Die empfohlene Zufuhr nach Lebensphase, in DFE

    Die empfohlene Zufuhr beträgt 400 mcg DFE am Tag für Erwachsene, 600 mcg DFE in der Schwangerschaft und 500 mcg DFE in der Stillzeit, dazu 150 mcg DFE mit 1 bis 3 Jahren, 200 mit 4 bis 8, 300 mit 9 bis 13 und 400 mit 14 bis 18 (NIH Office of Dietary Supplements). Der Daily Value auf Nutrition- und Supplement-Facts-Etiketten beträgt 400 mcg DFE (FDA). Da das Etikett auf DFE umgestellt wurde, können ein altes und ein neues Etikett für dieselbe Tablette verschiedene Zahlen zeigen, eine häufige Quelle scheinbarer Widersprüche.

  4. 04

    Die Grenze von 1.000 mcg gilt nur für Folsäure

    Die tolerierbare Obergrenze beträgt 1.000 mcg am Tag für Erwachsene und gilt für Folsäure aus angereicherten Lebensmitteln und Präparaten, nicht für natürlich in Lebensmitteln vorkommendes Folat, für das keine Obergrenze besteht (NIH Office of Dietary Supplements). Diese Unterscheidung ist keine Zierde. Eine Schüssel Spinat kann die Grenze nicht sprengen, eine angereicherte Zerealie und eine Tablette schon. Sie bedeutet zugleich, dass Grenze und Empfehlung in verschiedenen Währungen genannt werden, was die eigene Einschätzung strukturell verzerrt.

  5. 05

    Warum eine 400-mcg-Tablette nicht 400 mcg zur Empfehlung beiträgt

    Eine 400-mcg-Folsäuretablette auf nüchternen Magen liefert 800 mcg DFE, also 200 Prozent der empfohlenen Zufuhr von 400 mcg DFE für Erwachsene, und gleichzeitig 40 Prozent der Obergrenze von 1.000 mcg Folsäure (NIH Office of Dietary Supplements). Beides stimmt, weil beides in anderen Einheiten gemessen wird. Das ist der häufigste Rechenfehler in der Selbsteinschätzung bei Folat, und er lässt Menschen entweder weniger Spielraum oder eine größere Lücke vermuten, als tatsächlich besteht.

  6. 06

    Das Neuralrohr schließt sich vor der Kenntnis der Schwangerschaft

    Das Neuralrohr schließt sich im ersten Schwangerschaftsmonat, also bevor die meisten Schwangerschaften bemerkt werden, sodass eine an Schwangere gerichtete Empfehlung nach dem Ende des Schutzfensters ankäme (NIH Office of Dietary Supplements). Deshalb sollen Frauen im gebärfähigen Alter zusätzlich zum Nahrungsfolat 400 mcg Folsäure am Tag aus angereicherten Lebensmitteln oder Präparaten aufnehmen. Die Empfehlung richtet sich bewusst an eine sehr viel größere Gruppe als jene, der sie nützt, weil der Zeitpunkt eine gezieltere Ansprache unmöglich macht.

  7. 07

    Die MRC-Studie: 72 Prozent weniger Wiederholungsfälle

    Eine randomisierte, doppelblinde faktorielle Studie an 33 Zentren in sieben Ländern schloss 1.817 Frauen mit hohem Risiko wegen einer früheren betroffenen Schwangerschaft ein, zugeteilt auf Folsäure, andere Vitamine, beides oder nichts. Unter 1.195 abgeschlossenen Schwangerschaften mit bekanntem Ergebnis traten 27 Neuralrohrdefekte auf, 6 in den Folsäuregruppen gegenüber 21 ohne, ein Schutzeffekt von 72 Prozent mit einem relativen Risiko von 0,28 (95% KI 0,12 bis 0,71). Die anderen Vitamine zeigten keinen signifikanten Effekt, relatives Risiko 0,80 (95% KI 0,32 bis 1,72) (MRC Vitamin Study Research Group 1991).

  8. 08

    Anreicherung seit Januar 1998, Maismasa seit 2016

    Seit Januar 1998 verlangt die FDA für angereicherte Brote, Frühstückszerealien, Mehle, Maismehle, Teigwaren und Reis 140 mcg Folsäure je 100 g, und seit 2016 ist derselbe Gehalt für Maismasa-Mehl zulässig, was eine Lücke für Bevölkerungsgruppen ohne Weizen als Grundgetreide schloss (NIH Office of Dietary Supplements; Williams et al. 2015). Für Lesende heißt das: angereicherte Getreideprodukte sind ein Folsäure-Liefersystem, sodass die Vorratsgrundlagen der meisten Küchen in die Folsäurespalte einzahlen und nicht in die Nahrungsfolatspalte.

  9. 09

    Was die Anreicherung gebracht hat: rund 1.326 Geburten im Jahr

    Daten aus 19 bevölkerungsbezogenen Fehlbildungsregistern der Jahre 1999 bis 2011 beziffern die jährlichen Geburten ohne Neuralrohrdefekt, die sonst betroffen gewesen wären, auf rund 1.326 (95% KI 1.122 bis 1.531), bei nach dem anfänglichen Rückgang weitgehend stabiler Geburtsprävalenz (Williams et al. 2015). Dieselbe Auswertung nennt verbleibende Präventionsmöglichkeiten bei Frauen mit geringerer Folsäurezufuhr, besonders bei hispanischen Frauen, was ein Grund für die spätere Maismasa-Regelung war.

  10. 10

    Die Lebensmitteltabelle in DFE, und was sie vermischt

    Rinderleber 3 oz 215 mcg DFE, gekochter Spinat eine halbe Tasse 131 mcg DFE, Augenbohnen eine halbe Tasse 105 mcg DFE, angereicherte Frühstückszerealien je Portion 100 bis 400 mcg DFE, angereicherter weißer Reis eine halbe Tasse 90 mcg DFE, Spargel 4 Stangen 89 mcg DFE, Avocado eine halbe Tasse 59 mcg DFE, Brokkoli eine halbe Tasse 52 mcg DFE (NIH Office of Dietary Supplements; USDA FoodData Central). Leber, Spinat, Bohnen, Spargel, Avocado und Brokkoli sind Nahrungsfolat; Zerealien und angereicherter Reis sind Folsäure in DFE, ihr echter Folsäuregehalt ist das 0,6-fache.

  11. 11

    Folat ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, Kochen kostet

    Folat ist ein wasserlösliches und hitzeempfindliches Vitamin, sodass Kochen es zugleich ins Wasser auslaugt und einen erheblichen Teil zerstört, weshalb derselbe Spinat je nach Zubereitung sehr unterschiedliche Mengen liefert (NIH Office of Dietary Supplements). Das betrifft die pflanzlichen Quellen und nicht alles gleichermaßen: roher Blattsalat, kurz gedämpfter Spargel und Avocado halten mehr als langes Kochen. Angereicherte Getreideprodukte sind davon nicht betroffen, weil die Folsäure einem trockenen Produkt zugesetzt wird.

  12. 12

    Die B12-Maskierung ist der Grund für die Obergrenze

    Eine hohe Folsäurezufuhr kann die megaloblastäre Anämie eines Vitamin-B12-Mangels korrigieren, während der neurologische Schaden unbemerkt fortschreitet, das hämatologische Warnzeichen also verschwindet und die Diagnose sich verzögert (NIH Office of Dietary Supplements). Die Daten passen: unter 1.459 älteren Teilnehmenden der NHANES 1999 bis 2002 mit niedrigem B12-Status war ein Serumfolat über 59 nmol/L mit Anämie (OR 3,1, 95% KI 1,5 bis 6,6) und kognitiver Beeinträchtigung (OR 2,6, 95% KI 1,1 bis 6,1) assoziiert, bei normalem B12 dagegen mit Schutz vor kognitiver Beeinträchtigung (OR 0,4, 95% KI 0,2 bis 0,9) (Morris et al. 2007).

  13. 13

    Nicht verstoffwechselte Folsäure und die Grenze des Enzyms

    Folsäure muss von der Dihydrofolatreduktase reduziert werden, bevor sie in den Tetrahydrofolatpool gelangt. In sechs menschlichen Lebern von Organspendern oder aus der Chirurgie betrug diese Reduktion je Gramm im Mittel weniger als 2 Prozent der Rate in Rattenleber bei physiologischem pH-Wert, bei fast fünffacher Streuung zwischen den Proben (Bailey und Ayling 2009). Die Autoren schlossen daraus, dass der Nutzen hoher Folsäuredosen durch Sättigung des Enzyms begrenzt wird, besonders bei unterdurchschnittlicher Aktivität, und dass dies zu Berichten über nicht verstoffwechselte Folsäure passt. Das ist eine Wirksamkeitsgrenze, kein belegter Schaden.

  14. 14

    Methylfolat und MTHFR, skeptisch behandelt

    Häufige MTHFR-Varianten, meist C677T, senken die Aktivität des Enzyms, das 5-Methyltetrahydrofolat bildet, und Betroffene können höheres Homocystein und niedrigeres zirkulierendes Folat zeigen. Darauf ist eine große Produktkategorie gebaut. Sagen lässt sich, dass das Anreicherungsprogramm mit Folsäure arbeitet und in einer Bevölkerung mit üblicher Variantenhäufigkeit einen gemessenen Rückgang der Neuralrohrdefekte erzeugt hat (Williams et al. 2015). Nicht sagen lässt sich, dass Betroffene Folsäure meiden sollten oder dass Methylfolat bessere klinische Ergebnisse bringt. Eine Genotypisierung zur Formwahl ist keine gängige Empfehlung.

Fragen

Was als Nächstes gefragt wird.

Q01
Wie viel Folsäure braucht man am Tag?
Die empfohlene Zufuhr beträgt 400 mcg DFE am Tag für Erwachsene, 600 mcg DFE in der Schwangerschaft und 500 mcg DFE in der Stillzeit, dazu 150 mcg DFE mit 1 bis 3 Jahren, 200 mit 4 bis 8, 300 mit 9 bis 13 und 400 mit 14 bis 18 (NIH Office of Dietary Supplements). Der Daily Value auf Etiketten beträgt 400 mcg DFE (FDA). Zusätzlich sollen Frauen im gebärfähigen Alter 400 mcg Folsäure am Tag aus angereicherten Lebensmitteln oder Präparaten aufnehmen, wegen des Zeitpunkts des Neuralrohrschlusses.
Q02
Was ist ein DFE und warum zählt das?
Ein Folat-Äquivalent bringt Nahrungsfolat und Folsäure auf eine gemeinsame Skala, weil Folsäure besser aufgenommen wird. Ein mcg DFE entspricht 1 mcg Nahrungsfolat oder 0,6 mcg Folsäure zum Essen oder 0,5 mcg Folsäure auf nüchternen Magen (NIH Office of Dietary Supplements). Es zählt, weil dieselbe Zahl damit Verschiedenes bedeutet: eine 400-mcg-Folsäuretablette auf nüchternen Magen sind 800 mcg DFE, das Doppelte der Empfehlung für Erwachsene, während 400 mcg Nahrungsfolat genau 400 mcg DFE sind.
Q03
Ist Folat dasselbe wie Folsäure?
Nein. Folat ist der Oberbegriff für das Vitamin in seinen verschiedenen Formen, Nahrungsfolat die natürlich vorkommende Form in Lebensmitteln wie Spinat, Linsen und Leber, und Folsäure die synthetische, vollständig oxidierte Form aus Präparaten und angereicherten Getreideprodukten (NIH Office of Dietary Supplements). Die praktischen Unterschiede sind die Aufnahme, weshalb es die DFE-Umrechnung gibt, und die Regulierung, denn die Obergrenze von 1.000 mcg gilt für Folsäure aus angereicherten Lebensmitteln und Präparaten und nicht für natürliches Nahrungsfolat.
Q04
Kann man zu viel Folsäure aufnehmen?
Die tolerierbare Obergrenze beträgt 1.000 mcg am Tag Folsäure aus angereicherten Lebensmitteln und Präparaten, und der Grund ist keine gewöhnliche Toxizität (NIH Office of Dietary Supplements). Eine hohe Folsäurezufuhr kann die megaloblastäre Anämie eines Vitamin-B12-Mangels korrigieren, während der neurologische Schaden unbemerkt fortschreitet. Unter 1.459 älteren NHANES-Teilnehmenden mit niedrigem B12-Status war ein Serumfolat über 59 nmol/L mit Anämie (OR 3,1, 95% KI 1,5 bis 6,6) und kognitiver Beeinträchtigung (OR 2,6, 95% KI 1,1 bis 6,1) assoziiert (Morris et al. 2007). Das Risiko liegt in der Wechselwirkung.
Q05
Wann sollte man vor einer Schwangerschaft mit Folsäure beginnen?
Vor der Empfängnis und nicht nach einem positiven Test. Das Neuralrohr schließt sich im ersten Schwangerschaftsmonat, bevor die meisten Schwangerschaften bemerkt werden, weshalb sich die Empfehlung an alle Frauen im gebärfähigen Alter richtet (NIH Office of Dietary Supplements). Die Evidenz stammt aus einer randomisierten faktoriellen Studie mit 1.817 Hochrisikofrauen, in der unter 1.195 abgeschlossenen Schwangerschaften 27 Neuralrohrdefekte auftraten, 6 in den Folsäuregruppen gegenüber 21 ohne, ein Schutzeffekt von 72 Prozent mit einem relativen Risiko von 0,28 (95% KI 0,12 bis 0,71) (MRC Vitamin Study Research Group 1991).
Q06
Zerstört Kochen das Folat?
Einen erheblichen Teil davon, ja. Folat ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, sodass Kochen es sowohl ins Kochwasser auslaugt als auch abbaut, weshalb dasselbe Gemüse je nach Zubereitung sehr unterschiedliche Mengen liefert (NIH Office of Dietary Supplements). Gekochter Spinat liefert immer noch 131 mcg DFE je halbe Tasse, aber rohe Blattsalate, kurz gedämpfter Spargel mit 89 mcg DFE für 4 Stangen und Avocado mit 59 mcg DFE je halbe Tasse halten ihren Gehalt besser. Angereicherte Getreideprodukte sind davon nicht betroffen.
Q07
Sollte man bei einer MTHFR-Variante Methylfolat statt Folsäure nehmen?
Dafür gibt es keine gängige Empfehlung, und die Evidenz trägt die Notwendigkeit derzeit nicht. Häufige MTHFR-Varianten senken die Aktivität des Enzyms, das 5-Methyltetrahydrofolat bildet, und können Homocystein erhöhen. Das US-Anreicherungsprogramm arbeitet jedoch mit Folsäure und erzeugte in einer Bevölkerung mit üblicher Variantenhäufigkeit einen gemessenen Rückgang der Neuralrohrdefekte (Williams et al. 2015; NIH Office of Dietary Supplements). Eine Genotypisierung zur Wahl der Folatform gehört nicht zur Standardberatung, und die Behauptung, Betroffene könnten Folsäure nicht verwerten, überzeichnet den Befund.
Q08
Braucht man ein Präparat, wenn Getreideprodukte angereichert sind?
Für gesunde Erwachsene meist nicht: 400 mcg DFE sind über abwechslungsreiche Kost plus das angereicherte Getreideangebot erreichbar, und die Vorratsgrundlagen der meisten Küchen liefern bereits Folsäure (NIH Office of Dietary Supplements). Wer schwanger werden könnte, nimmt die 400 mcg Folsäure am Tag zusätzlich zum Nahrungsfolat, denn die Anreicherung allein war nicht darauf ausgelegt, dieses Ziel verlässlich zu erreichen. Vor dem Kauf eines Einzelpräparats lohnt der Blick auf ein bereits genutztes Multivitaminpräparat, denn die meisten enthalten die vollen 400 mcg.
Quellen

Jede Aussage, belegt.

08 Quellen
  1. [01]NIH Office of Dietary Supplements, Folate Fact Sheet for Health Professionals. RDA 400 mcg DFE per day for adults, 600 mcg DFE in pregnancy, 500 mcg DFE during lactation, with 150 mcg DFE at 1 to 3 years, 200 at 4 to 8, 300 at 9 to 13 and 400 at 14 to 18. Tolerable upper intake level 1,000 mcg per day of folic acid from fortified foods and supplements, applying to synthetic forms only and not to folate found naturally in foods. Daily Value 400 mcg DFE. Dietary Folate Equivalents: 1 mcg DFE equals 1 mcg food folate, or 0.6 mcg folic acid from fortified food or a supplement taken with food, or 0.5 mcg folic acid from a supplement taken on an empty stomach. Since January 1998 the FDA has required enriched breads, cereals, flours, cornmeals, pastas and rice to be fortified with 140 mcg of folic acid per 100 g, and in 2016 permitted corn masa flour at the same level. Selected foods: beef liver 3 oz 215 mcg DFE; boiled spinach half a cup 131 mcg DFE; black-eyed peas half a cup 105 mcg DFE; fortified breakfast cereals one serving 100 to 400 mcg DFE; enriched white rice half a cup 90 mcg DFE; asparagus 4 spears 89 mcg DFE; avocado half a cup 59 mcg DFE; broccoli half a cup 52 mcg DFE. Women capable of becoming pregnant are advised to get 400 mcg per day of folic acid from fortified foods or supplements in addition to food folate, because the neural tube closes in the first month of pregnancy. High folic acid intake can correct the megaloblastic anemia of vitamin B12 deficiency while the neurological damage progresses undetected, which is the reason the upper limit exists. Folate is water-soluble and heat-labile, so boiling loses a substantial fraction.
  2. [02]US Food and Drug Administration, Daily Value on the Nutrition and Supplement Facts Labels. The Daily Value for folate is 400 mcg DFE, and the label unit is Dietary Folate Equivalents rather than raw micrograms of folic acid, which is why a Supplement Facts panel may declare both a DFE figure and the underlying folic acid quantity. Percent Daily Value expresses the amount in one serving as a proportion of that single reference figure and is not identical to the life-stage-specific Recommended Dietary Allowances used in dietary assessment. Comparing a folate figure across an old and a new label requires checking which unit each uses.
  3. [03]Dietary Guidelines for Americans. The Guidelines treat folate as a nutrient supplied by an overall dietary pattern combining vegetables, particularly dark green vegetables and legumes, with fortified and enriched grain products, and they identify enriched grains as an important contributor of folic acid for women capable of becoming pregnant. The healthy eating patterns include whole grains alongside enriched products, and the folate discussion is one of the specific places where the Guidelines distinguish naturally occurring and added forms of the same nutrient.
  4. [04]USDA FoodData Central, search results for spinach. Composition data for raw, boiled and frozen spinach preparations, used here to confirm the half-cup boiled serving basis for the figure of 131 mcg DFE and to check the difference between raw and boiled entries, which illustrates the cooking loss discussed above. FoodData Central also carries the asparagus, avocado, broccoli, black-eyed pea and enriched rice entries used in the ranking.
  5. [05]MRC Vitamin Study Research Group. Prevention of neural tube defects: results of the Medical Research Council Vitamin Study. Lancet 1991;338(8760):131-137. A randomised double-blind prevention trial with a factorial design conducted at 33 centres in seven countries, to determine whether supplementation with folic acid or a mixture of seven other vitamins (A, D, B1, B2, B6, C and nicotinamide) around the time of conception can prevent neural tube defects, comprising anencephaly, spina bifida and encephalocele. A total of 1,817 women at high risk of having a pregnancy with a neural tube defect because of a previous affected pregnancy were allocated at random to folic acid, other vitamins, both, or neither. Of these, 1,195 had a completed pregnancy in which the fetus or infant was known to have or not have a neural tube defect; 27 had a known neural tube defect, 6 in the folic acid groups and 21 in the two other groups, a 72 percent protective effect with relative risk 0.28 (95% CI 0.12 to 0.71). The other vitamins showed no significant protective effect, relative risk 0.80 (95% CI 0.32 to 1.72). The authors concluded that folic acid supplementation starting before pregnancy can be firmly recommended for all women who have had an affected pregnancy, and that public health measures should ensure that the diet of all women who may bear children contains an adequate amount of folic acid.
  6. [06]Williams J, Mai CT, Mulinare J, Isenburg J, et al. Updated estimates of neural tube defects prevented by mandatory folic acid fortification, United States, 1995-2011. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 2015;64(1):1-5. In 1992 the US Public Health Service recommended that all women capable of becoming pregnant consume 400 mcg of folic acid daily to prevent neural tube defects. Beginning in 1998 the United States mandated fortification of enriched cereal grain products with 140 mcg of folic acid per 100 g, and immediately after mandatory fortification the birth prevalence of neural tube defect cases declined, with fortification estimated to avert approximately 1,000 affected pregnancies annually. Using data from 19 population-based birth defects surveillance programs covering 1999 to 2011, the analysis found that after the initial decrease, neural tube defect birth prevalence during the post-fortification period has remained relatively stable, and that the number of births occurring annually without neural tube defects that would otherwise have been affected is approximately 1,326 (95% CI 1,122 to 1,531). The authors concluded that mandatory folic acid fortification remains an effective public health intervention and that prevention opportunities remain among women with lower folic acid intakes, especially Hispanic women.
  7. [07]Morris MS, Jacques PF, Rosenberg IH, Selhub J. Folate and vitamin B-12 status in relation to anemia, macrocytosis, and cognitive impairment in older Americans in the age of folic acid fortification. Am J Clin Nutr 2007;85(1):193-200. Relations between serum folate and vitamin B-12 status and anemia, macrocytosis and cognitive impairment were examined in senior participants of the 1999 to 2002 US National Health and Nutrition Examination Survey, in 1,459 subjects with normal serum creatinine and no history of stroke, alcoholism, recent anemia therapy or liver, thyroid or coronary disease. Low versus normal vitamin B-12 status was associated with anemia (OR 2.7, 95% CI 1.7 to 4.2), macrocytosis (OR 1.8, 95% CI 1.01 to 3.3) and cognitive impairment (OR 2.5, 95% CI 1.6 to 3.8). In the group with low vitamin B-12 status, serum folate above 59 nmol/L, the 80th percentile, was associated with anemia (OR 3.1, 95% CI 1.5 to 6.6) and cognitive impairment (OR 2.6, 95% CI 1.1 to 6.1). In the normal vitamin B-12 group, high versus normal serum folate was associated with protection against cognitive impairment (OR 0.4, 95% CI 0.2 to 0.9).
  8. [08]Bailey SW, Ayling JE. The extremely slow and variable activity of dihydrofolate reductase in human liver and its implications for high folic acid intake. Proc Natl Acad Sci USA 2009;106(36):15424-15429. All functions of folate are performed by tetrahydrofolate and its one-carbon derivatives, while folic acid is a synthetic oxidized form not significantly found in fresh natural foods, which must be converted to tetrahydrofolate by dihydrofolate reductase. Using a sensitive assay developed by the authors, the reduction of folic acid by DHFR per gram of human liver obtained from organ donors or directly from surgery (n = 6) was, on average, less than 2 percent of that in rat liver at physiological pH, and in contrast to rats there was almost a 5-fold variation of DHFR activity among the human samples. The authors concluded that this limited ability to activate the synthetic vitamer raises issues for clinical trials using high levels of folic acid, that benefit from high doses will be limited by saturation of DHFR especially in individuals with lower than average activity, and that these results are consistent with reports of unmetabolized folic acid in plasma and urine.
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