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Erklärstück· Supplemente

Wie viel Cholin am Tag nötig ist, und warum diese Zahl anders zu lesen ist

Wie viel Cholin am Tag nötig ist, und warum diese Zahl anders zu lesen ist
Evidenz geprüft·08 Quellen zitiert·Dr. Soraya Khan, RDN
Vol. 1Issue 042026-09-04larderlab.com
Nur zu Bildungszwecken. Die Inhalte von Larderlab dienen der Information. Hinweise zu Vorratskammer, Makros und Supplementen ersetzen keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit einer zertifizierten Ernährungsberatung oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Ihre Ernährung oder Supplementierung wesentlich ändern.

Die angemessene Zufuhr liegt bei 550 mg am Tag für Männer und 425 mg für Frauen, und nur 10,8 Prozent der Amerikaner erreichen sie. Was ein AI-Wert bedeutet, das Ei mit 147 mg, und die Rechnung, mit der man aus Lebensmitteln hinkommt.

  1. 01

    Cholin hat einen AI-Wert, keinen RDA-Wert, und das ändert die Lesart

    Ein RDA-Wert wird aus einem durchschnittlichen Bedarf abgeleitet und so gesetzt, dass er fast alle Gesunden abdeckt. Ein AI-Wert kommt zum Einsatz, wenn die Daten für einen durchschnittlichen Bedarf nicht ausreichen, und stützt sich auf beobachtete oder angenäherte Zufuhren scheinbar gesunder Menschen (NIH Office of Dietary Supplements). Cholin hat die zweite Art Zahl. 550 mg sind damit ein Arbeitswert und keine Mangelschwelle, ohne eingebauten Zuschlag für individuelle Streuung, und in beide Richtungen korrigierbar. Diese Unterscheidung erklärt fast den ganzen Streit um Cholin.

  2. 02

    Die Zielwerte: 550 mg für Männer, 425 mg für Frauen, 450 mg in der Schwangerschaft

    Der AI-Wert beträgt 550 mg am Tag für erwachsene Männer und 425 mg für erwachsene Frauen, 450 mg in der Schwangerschaft und 550 mg in der Stillzeit, dazu 200 mg mit 1 bis 3 Jahren, 250 mg mit 4 bis 8, 375 mg mit 9 bis 13 sowie 550 mg für Jungen gegenüber 400 mg für Mädchen mit 14 bis 18 (NIH Office of Dietary Supplements). Der Daily Value auf Etiketten beträgt 550 mg (FDA). Der Geschlechtsunterschied ist nicht willkürlich: er stammt daher, dass Östrogen die körpereigene Synthese induziert.

  3. 03

    Die Grenze liegt bei 3.500 mg und ist hier nicht der begrenzende Faktor

    Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene beträgt 3.500 mg am Tag, mit 3.000 mg von 14 bis 18 Jahren, 2.000 mg von 9 bis 13 und 1.000 mg von 1 bis 8 (NIH Office of Dietary Supplements). Mit fast dem Sechseinhalbfachen des Männerwerts liegt die Grenze weit genug entfernt, um Alltagsentscheidungen nicht zu prägen, anders als bei Selen oder Vitamin A. Die grenzbestimmenden Nebenwirkungen umfassen fischigen Körpergeruch, Schwitzen, niedrigen Blutdruck und Lebertoxizität und werden nur mit Präparaten erreicht.

  4. 04

    Wofür Cholin tatsächlich gebraucht wird

    Cholin bildet das Grundgerüst von Phosphatidylcholin und Sphingomyelin, den Phospholipiden der Zellmembranen; es ist die Vorstufe von Acetylcholin, dem Neurotransmitter der neuromuskulären Endplatte; und zu Betain oxidiert ist es ein Methylgruppendonor bei der Umwandlung von Homocystein in Methionin (NIH Office of Dietary Supplements). Phosphatidylcholin wird zudem gebraucht, um Triglyceride als VLDL aus der Leber auszuschleusen. Diese letzte Funktion ist der unmittelbare mechanische Grund, warum Cholinentzug eine Fettleber erzeugt und kein diffuses Symptom.

  5. 05

    Die PEMT-Synthese ist real, und sie reicht nicht

    Das Enzym Phosphatidylethanolamin-N-Methyltransferase wandelt in der Leber Phosphatidylethanolamin in Phosphatidylcholin um, eine echte körpereigene Quelle (NIH Office of Dietary Supplements). Das Institute of Medicine stufte Cholin 1998 gerade deshalb als essentiell ein, weil diese Synthese den Bedarf nicht deckt. Der Unterschied zählt, weil ein Nährstoff, den der Körper herstellen kann, oft für ernährungsseitig erledigt gehalten wird, und Cholin ist dafür das deutlichste Gegenbeispiel: der Weg besteht, er wird reguliert, und ein Nahrungsbedarf bleibt trotzdem.

  6. 06

    Die Entzugsstudie, die zeigt, dass der AI-Wert nicht alle schützt

    57 Erwachsene, 26 Männer, 16 prämenopausale und 15 postmenopausale Frauen, erhielten zehn Tage lang 550 mg Cholin pro 70 kg und Tag, danach bis zu 42 Tage lang unter 50 mg pro 70 kg und Tag. Unter Entzug entwickelten 77 Prozent der Männer und 80 Prozent der postmenopausalen Frauen eine Fettleber oder Muskelschäden, gegenüber 44 Prozent der prämenopausalen Frauen, und 6 Männer entwickelten diese Zeichen bereits bei 550 mg, also beim AI-Wert selbst (Fischer et al. 2007). Insgesamt waren 19 Personen durch eine Zufuhr in Höhe des AI-Werts nicht geschützt.

  7. 07

    Die Lebensmitteltabelle: die Leber ist der Ausreißer, das Ei der Held

    Rinderleber, in der Pfanne gebraten, 3 oz, liefert 356 mg, 65 Prozent des Daily Value, ein großes hart gekochtes Ei 147 mg, 27 Prozent (NIH Office of Dietary Supplements; USDA FoodData Central). Danach Rinderoberschale 3 oz 117 mg, geröstete Sojabohnen eine halbe Tasse 107 mg, Hähnchenbrust 3 oz 72 mg, Kabeljau 3 oz 71 mg, eine große rote Kartoffel 57 mg, Weizenkeime 1 oz 51 mg, Kidneybohnen eine halbe Tasse 45 mg, Milch 1 Tasse 43 mg, gekochte Quinoa 1 Tasse 43 mg, Rosenkohl eine halbe Tasse 32 mg. Die sortierte Liste auf dieser Seite geht ins Detail.

  8. 08

    Die Rechnung für 550 mg an einem gewöhnlichen Tag

    Zwei große Eier 294 mg, eine Hähnchenbrust von 3 oz 72 mg, eine Tasse Milch 43 mg, eine halbe Tasse Kidneybohnen 45 mg, eine große rote Kartoffel 57 mg, eine halbe Tasse Rosenkohl 32 mg. Das sind 543 mg, praktisch der Männerwert, aus einem Tag ohne Besonderheiten (NIH Office of Dietary Supplements). Ohne die Eier landet derselbe Tag bei 249 mg. Die Lücke von 294 mg schließen 3 oz Rinderoberschale plus eine halbe Tasse geröstete Sojabohnen plus eine Unze Weizenkeime oder eine Portion Leber. Erreichbar ja, nebenbei nein.

  9. 09

    Nur 10,8 Prozent der Amerikaner erreichen den AI-Wert

    Mit der Methode des National Cancer Institute auf NHANES-Daten von 2009 bis 2012 mit 16.809 Teilnehmenden erreichten 10,8 Prozent der Amerikaner ab 2 Jahren den AI-Wert für Cholin, 15,6 Prozent der Männer und 6,1 Prozent der Frauen; Erwachsene ab 19 Jahren lagen bei 6,6 Prozent, Jugendliche von 14 bis 18 bei 1,8 Prozent, Kinder von 2 bis 3 Jahren dagegen bei 62,9 Prozent (Wallace und Fulgoni 2016). Da die Referenz ein AI-Wert ist, ist das keine nationale Mangelquote, aber Richtung und Geschlechtsgefälle passen zur Biologie.

  10. 10

    Schwangerschaft: warum der Wert steigt und was die Studie wirklich fand

    Der AI-Wert steigt in der Schwangerschaft auf 450 mg, weil Fetus und Plazenta auf mütterliches Cholin zugreifen. Eine kontrollierte Ernährungsstudie randomisierte Frauen zu Beginn des dritten Trimesters auf 480 mg oder 930 mg am Tag bis zur Entbindung, 13 je Gruppe, und testete 24 Säuglinge mit 4, 7, 10 und 13 Monaten; die mittlere Reaktionszeit war in der 930-mg-Gruppe signifikant kürzer, und innerhalb der 480-mg-Gruppe ging längere Exposition mit kürzeren Reaktionszeiten einher (Caudill et al. 2018). 13 Frauen pro Arm und die Teilfinanzierung durch Egg Nutrition Center und Beef Checkoff gehören zur Lesart.

  11. 11

    Individuelle Streuung: PEMT, MTHFD1 und Östrogen

    Östrogen induziert die PEMT-Expression, sodass prämenopausale Frauen mehr eigenes Cholin bilden und einen geringeren Nahrungsbedarf haben, weshalb der Frauenwert bei 425 mg statt bei 550 mg liegt (NIH Office of Dietary Supplements). Die Entzugsdaten passen dazu: 44 Prozent der prämenopausalen Frauen entwickelten unter Entzug eine Organfunktionsstörung gegenüber 80 Prozent der postmenopausalen Frauen (Fischer et al. 2007). Häufige Varianten in PEMT und MTHFD1 verschieben den Bedarf weiter, also genau jene Streuung, die eine einzelne Bevölkerungszahl nicht ausdrücken kann.

  12. 12

    Die TMAO-Frage, benannt als das, was sie ist

    Darmbakterien wandeln einen Teil des Nahrungscholins in Trimethylamin um, das die Leber zu TMAO oxidiert. Eine Phosphatidylcholin-Belastung mit zwei hart gekochten Eiern erhöhte das Plasma-TMAO, Antibiotika unterdrückten es, das Absetzen stellte es wieder her, und bei 4.007 Patienten in elektiver Koronarangiografie trug das höchste TMAO-Quartil über drei Jahre ein Hazard Ratio von 2,54 (95% KI 1,96 bis 3,28) für Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall (Tang et al. 2013). Das ist Mechanismus plus Assoziation in einer Hochrisikokohorte, und das NIH Office of Dietary Supplements nennt die Evidenz nicht schlüssig.

  13. 13

    Ein Mangel zeigt sich als Fettleber und Muskelschaden

    Cholinentzug zeigt sich nicht als diffuses Erschöpfungssyndrom. Weil Phosphatidylcholin gebraucht wird, um Triglyceride als VLDL aus der Leber auszuschleusen, sind die ersten messbaren Folgen eine Lebersteatose und eine erhöhte Kreatinphosphokinase als Zeichen eines Muskelschadens, die sich beim schrittweisen Wiederzuführen von Cholin zurückbildeten (NIH Office of Dietary Supplements; Fischer et al. 2007). Diese Genauigkeit ist nützlich: der Endpunkt ist in der Klinik messbar und nicht aus Beschwerden erschlossen, was unter Nährstoffen mit weichen Empfehlungen selten ist.

  14. 14

    Die Entscheidungsregel: erst Eier, zuletzt Präparate

    Wer Eier isst, hat Cholin weitgehend erledigt, und der Rest des Tages liefert den Rest. Wer keine isst, braucht gezielte Arbeit mit Rindfleisch, Soja, Fisch, Hülsenfrüchten und Weizenkeimen, was sich ohnehin weitgehend mit den besten Vollwert-Proteinquellen überschneidet. Vor der Annahme einer Abdeckung lohnt der Blick aufs Etikett, denn die meisten Multivitaminprodukte enthalten wenig oder kein Cholin und die übrigen einen Bruchteil von 550 mg. Die Grenze von 3.500 mg lässt Raum für ein Präparat, doch Lebensmittel lösen das günstiger (NIH Office of Dietary Supplements; FDA).

Fragen

Was als Nächstes gefragt wird.

Q01
Wie viel Cholin braucht man am Tag?
Die angemessene Zufuhr beträgt 550 mg am Tag für erwachsene Männer und 425 mg für erwachsene Frauen, 450 mg in der Schwangerschaft und 550 mg in der Stillzeit, dazu 200 mg mit 1 bis 3 Jahren, 250 mg mit 4 bis 8, 375 mg mit 9 bis 13 sowie 550 mg für Jungen gegenüber 400 mg für Mädchen mit 14 bis 18 (NIH Office of Dietary Supplements). Der Daily Value auf Etiketten beträgt 550 mg (FDA). Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene liegt bei 3.500 mg am Tag und begrenzt gewöhnliches Essen praktisch nie.
Q02
Warum hat Cholin einen AI-Wert und keinen RDA-Wert?
Weil die Evidenz als unzureichend beurteilt wurde, um einen durchschnittlichen Bedarf zu bestimmen, auf dem ein RDA-Wert statistisch aufbaut (NIH Office of Dietary Supplements). Ein AI-Wert wird stattdessen aus beobachteten oder angenäherten Zufuhren scheinbar gesunder Menschen abgeleitet. Praktisch heißt das: kein eingebauter Zuschlag für individuelle Streuung und keine definierte Mangelschwelle. Für Cholin gibt es dafür einen direkten Beleg: 6 Männer entwickelten in einer kontrollierten Ernährungsstudie eine Fettleber oder Muskelschäden bei einer Zufuhr in Höhe des AI-Werts (Fischer et al. 2007).
Q03
Wie vielen Eiern entsprechen 550 mg Cholin?
Ein großes hart gekochtes Ei liefert 147 mg, 27 Prozent des Daily Value, sodass 550 mg allein aus Eiern knapp vier Stück erfordern würden (NIH Office of Dietary Supplements). Das ist nicht nötig, weil der übrige Tag beiträgt: zwei Eier mit 294 mg plus eine Hähnchenbrust von 3 oz mit 72 mg, eine Tasse Milch mit 43 mg, eine halbe Tasse Kidneybohnen mit 45 mg, eine große rote Kartoffel mit 57 mg und eine halbe Tasse Rosenkohl mit 32 mg ergeben 543 mg. Die Eier machen diese Summe ohne Planung möglich.
Q04
Bekommen die meisten Menschen genug Cholin?
Gemessen am AI-Wert nicht. Mit der Methode des National Cancer Institute auf NHANES-Daten von 2009 bis 2012 mit 16.809 Teilnehmenden erreichten nur 10,8 Prozent der Amerikaner ab 2 Jahren den AI-Wert, 15,6 Prozent der Männer und 6,1 Prozent der Frauen, bei Erwachsenen ab 19 Jahren 6,6 Prozent (Wallace und Fulgoni 2016). Da die Referenz eine angemessene Zufuhr und kein RDA-Wert ist, sind das keine Mangelquoten. Sie zeigen aber, dass übliche Zufuhren deutlich unter dem Arbeitswert liegen, besonders bei Frauen und Jugendlichen.
Q05
Sollten Schwangere ein Cholinpräparat nehmen?
Das ist eine ärztliche Entscheidung, und die Evidenz ist dünner als die Begeisterung darum. Der AI-Wert steigt in der Schwangerschaft auf 450 mg. Eine kontrollierte Ernährungsstudie randomisierte Frauen im dritten Trimester auf 480 mg oder 930 mg am Tag, 13 je Gruppe, und fand in der 930-mg-Gruppe signifikant kürzere mittlere Reaktionszeiten der Säuglinge über Tests mit 4, 7, 10 und 13 Monaten (Caudill et al. 2018). 13 Frauen pro Arm sind wenig, und die Studie wurde teilweise vom Egg Nutrition Center und vom Beef Checkoff finanziert.
Q06
Kann man zu viel Cholin aufnehmen?
Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene liegt bei 3.500 mg am Tag, mit 3.000 mg von 14 bis 18 Jahren, 2.000 mg von 9 bis 13 und 1.000 mg von 1 bis 8 (NIH Office of Dietary Supplements). Zu den mit hohen Zufuhren verbundenen Wirkungen zählen fischiger Körpergeruch, Schwitzen, starker Speichelfluss, niedriger Blutdruck und Lebertoxizität. Über Lebensmittel sind diese Mengen nicht erreichbar; der Männerwert von 550 mg liegt bei rund einem Sechstel der Grenze. Die Obergrenze begrenzt also Präparate, nicht Eier oder Leber.
Q07
Schadet Cholin dem Herzen wegen TMAO?
Die Assoziation ist real, die Schlussfolgerung ist es nicht. Darmbakterien wandeln einen Teil des Nahrungscholins in Trimethylamin um, das die Leber zu TMAO oxidiert, und bei 4.007 Patienten in elektiver Koronarangiografie trug das höchste Nüchtern-TMAO-Quartil über drei Jahre ein Hazard Ratio von 2,54 (95% KI 1,96 bis 3,28) für Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall (Tang et al. 2013). Diese Kohorte war eine Hochrisikogruppe und keine Allgemeinbevölkerung, und das NIH Office of Dietary Supplements nennt die Evidenz zu Cholin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht schlüssig.
Q08
Brauchen Frauen wirklich weniger Cholin als Männer?
Prämenopausale Frauen ja, und der Mechanismus ist konkret. Östrogen induziert PEMT, das Enzym der körpereigenen Phosphatidylcholinbildung, sodass prämenopausale Frauen mehr eigenes Cholin herstellen und einen geringeren Nahrungsbedarf haben, weshalb der Wert bei 425 mg gegenüber 550 mg für Männer liegt (NIH Office of Dietary Supplements). Die Entzugsdaten stimmen damit überein: 44 Prozent der prämenopausalen Frauen entwickelten eine Fettleber oder Muskelschäden, gegenüber 80 Prozent der postmenopausalen Frauen und 77 Prozent der Männer (Fischer et al. 2007).
Quellen

Jede Aussage, belegt.

08 Quellen
  1. [01]NIH Office of Dietary Supplements, Choline Fact Sheet for Health Professionals. Choline has no RDA, only an Adequate Intake, because the evidence was insufficient to establish an Estimated Average Requirement. AI 550 mg per day for adult men and 425 mg for adult women, 450 mg in pregnancy and 550 mg during lactation, 200 mg at 1 to 3 years, 250 mg at 4 to 8, 375 mg at 9 to 13, 550 mg for boys and 400 mg for girls at 14 to 18. Tolerable upper intake level 3,500 mg per day for adults, 3,000 mg at 14 to 18 years, 2,000 mg at 9 to 13 and 1,000 mg at 1 to 8. Daily Value 550 mg. Selected food figures: beef liver pan fried 3 oz 356 mg and 65 percent of the Daily Value; one large hard-boiled egg 147 mg and 27 percent; beef top round 3 oz 117 mg; roasted soybeans half a cup 107 mg; chicken breast 3 oz 72 mg; cod 3 oz 71 mg; one large red potato 57 mg; wheat germ 1 oz 51 mg; kidney beans half a cup 45 mg; milk 1 cup 43 mg; cooked quinoa 1 cup 43 mg; Brussels sprouts half a cup 32 mg. Choline is used to make phosphatidylcholine and sphingomyelin for membranes, acetylcholine, and betaine as a methyl donor. Endogenous synthesis via PEMT is not sufficient to meet requirements, which is why the Institute of Medicine designated choline an essential nutrient in 1998. Most people in the United States consume below the AI. Gut bacteria convert some dietary choline to trimethylamine, which the liver oxidises to TMAO, and higher TMAO has been associated with cardiovascular disease in observational work, but the evidence is not conclusive. Common variants in PEMT and MTHFD1 alter individual requirement, and estrogen induces PEMT, which is why premenopausal women have a lower requirement than men.
  2. [02]US Food and Drug Administration, Daily Value on the Nutrition and Supplement Facts Labels. The Daily Value for choline is 550 mg, and percent Daily Value expresses the amount in one serving as a proportion of that single reference figure rather than of an age-specific or sex-specific recommendation. Daily Values are labeling references and are not identical to the Dietary Reference Intakes used in dietary assessment, which matters particularly for choline because the underlying reference is an Adequate Intake that differs by 125 mg between adult men and adult women while the label figure does not.
  3. [03]Dietary Guidelines for Americans. The Guidelines build recommendations around overall dietary patterns and identify eggs, lean meats and poultry, seafood, dairy, legumes, nuts and seeds and whole grains as the nutrient-dense core of a healthy eating pattern. Eggs are included in the protein foods group of every recommended pattern, which is the practical route by which the choline Adequate Intake becomes reachable in an ordinary diet.
  4. [04]USDA FoodData Central, search results for eggs. Composition data for whole eggs including hard-boiled preparations, used here to confirm the serving basis for the figure of 147 mg of choline per large egg and to check the relationship between egg size categories and per-egg nutrient totals. FoodData Central also carries the entries for beef liver, beef top round, cod and chicken breast used in the ranking above.
  5. [05]Fischer LM, daCosta KA, Kwock L, Stewart PW, Lu TS, Stabler SP, Allen RH, Zeisel SH. Sex and menopausal status influence human dietary requirements for the nutrient choline. Am J Clin Nutr 2007;85(5):1275-1285. Fifty-seven adult subjects, 26 men, 16 premenopausal women and 15 postmenopausal women, were fed a diet containing 550 mg choline per 70 kg per day for 10 days followed by under 50 mg choline per 70 kg per day, with or without a 400 mcg folic acid supplement, for up to 42 days. When deprived of dietary choline, 77 percent of men and 80 percent of postmenopausal women developed fatty liver or muscle damage, whereas only 44 percent of premenopausal women developed such signs of organ dysfunction. Six men developed these signs while consuming 550 mg choline per 70 kg per day, the AI for choline. Folic acid supplementation did not alter the response. The authors concluded that subject characteristics including menopausal status modulate the dietary requirement for choline and that a daily intake at the current AI was not sufficient to prevent organ dysfunction in 19 of the subjects.
  6. [06]Wallace TC, Fulgoni VL 3rd. Assessment of Total Choline Intakes in the United States. J Am Coll Nutr 2016;35(2):108-112. The National Cancer Institute method was used to assess usual intakes of choline from foods in 16,809 participants of the 2009 to 2012 National Health and Nutrition Examination Survey. Only 10.8 percent of participants aged 2 years and over achieved the Adequate Intake for choline, comprising 15.6 percent of males and 6.1 percent of females. Children aged 2 to 3 years were most likely to exceed the AI at 62.9 percent, followed by children aged 4 to 8 at 45.4 percent and 9 to 13 at 9.0 percent, compared with adolescents aged 14 to 18 at 1.8 percent and adults aged 19 and over at 6.6 percent. Males consumed significantly more choline than females in every age group. The authors recommended that revision of the dietary reference intakes for choline include replacement of the AI with an estimated average requirement and a recommended dietary allowance, so that population estimates of inadequate intake can be calculated accurately.
  7. [07]Caudill MA, Strupp BJ, Muscalu L, Nevins JEH, Canfield RL. Maternal choline supplementation during the third trimester of pregnancy improves infant information processing speed: a randomized, double-blind, controlled feeding study. FASEB J 2018;32(4):2172-2180. Women entering their third trimester were randomized to consume, until delivery, either 480 mg choline per day (n = 13) or 930 mg choline per day (n = 13), with intake of choline and other nutrients tightly controlled. Infant information processing speed and visuospatial memory were tested at 4, 7, 10 and 13 months of age (n = 24). Mean reaction time averaged across the four ages was significantly faster for infants born to mothers in the 930 mg group. Within the 480 mg group there was a significant linear effect of exposure duration, with infants exposed longer showing faster reaction times. The work was funded in part by the Egg Nutrition Center, The Beef Checkoff and public agencies, and the authors state that no funding source had a role in trial design, data analysis or interpretation.
  8. [08]Tang WH, Wang Z, Levison BS, Koeth RA, et al. Intestinal microbial metabolism of phosphatidylcholine and cardiovascular risk. N Engl J Med 2013;368(17):1575-1584. Plasma and urinary TMAO and plasma choline and betaine were quantified after a phosphatidylcholine challenge consisting of two hard-boiled eggs plus deuterium-labeled phosphatidylcholine, in healthy participants before and after suppression of intestinal microbiota with oral broad-spectrum antibiotics. Plasma TMAO rose after the challenge, was markedly suppressed by antibiotics and reappeared after antibiotic withdrawal, establishing that TMAO production from dietary phosphatidylcholine depends on the intestinal microbiota. In a separate prospective analysis of 4,007 patients undergoing elective coronary angiography, followed for three years, increased fasting plasma TMAO was associated with an increased risk of death, myocardial infarction or stroke, with a hazard ratio for the highest versus lowest TMAO quartile of 2.54 (95% CI 1.96 to 3.28, P less than 0.001), which persisted after adjustment for traditional risk factors.
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