Wie viel Melatonin sinnvoll ist, und warum die Regaldosis das Zehn- bis Dreißigfache der untersuchten Dosis ist

Die physiologische Dosis, die im Schlaflabor die Schlafeffizienz wiederherstellte, lag bei 0,3 mg, während 3,0 mg eine Unterkühlung auslösten und den Melatoninspiegel bis in die Tagesstunden erhöht hielten. Über 19 Studien gepoolt verkürzte Melatonin die Einschlafzeit um 7,06 Minuten.
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Die im Schlaflabor wirksame Dosis lag bei 0,3 mg
In einer doppelblinden placebokontrollierten Crossover-Studie mit Polysomnografie stellte die physiologische Dosis von 0,3 mg bei über 50-Jährigen mit bestätigt verringerter Schlafeffizienz diese mit P kleiner 0,0001 wieder her, wirkte vor allem im mittleren Nachtdrittel und hob den Plasmaspiegel mit P kleiner 0,0008 auf normale Nachtwerte (Zhdanova et al. 2001). Diese Zahl hat der Handel nie übernommen. Produkte mit 3, 5 und 10 mg liegen beim Zehn- bis Dreißigfachen.
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3,0 mg wirkten ebenfalls und erzeugten die Nebenwirkungen
In derselben Studie verbesserte die pharmakologische Dosis von 3,0 mg den Schlaf ebenfalls, löste aber eine Unterkühlung aus und ließ den Melatoninspiegel bis in die Tagesstunden erhöht (Zhdanova et al. 2001). Das ist der Mechanismus hinter der morgendlichen Benommenheit und dem schweren Kopf, den viele beschreiben, und zwar als gemessener pharmakokinetischer Befund und nicht als Anekdote. Eine Dosissteigerung kauft keine bessere Nacht, sie verlängert das Signal über den Punkt hinaus, an dem es erwünscht ist.
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Normale Schläfer profitierten bei keiner Dosis
Auch die Kontrollgruppe derselben Studie hatte niedrige Melatoninwerte, ihr Schlaf blieb aber von allen drei Dosen unbeeinflusst (Zhdanova et al. 2001). Das ist der Befund, der Melatonin von einem Schlafmittel trennt. Es ist ein Ersatzsignal für einen defizitären Nachtrhythmus und kein Sedativum, das bei jedem die Wachheit unterdrückt, weshalb es hinter Erwartungen zurückbleibt, die aus dem Vergleich mit verschreibungspflichtigen Schlafmitteln stammen.
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Der gepoolte Effekt auf das Einschlafen beträgt 7,06 Minuten
Über 19 randomisierte placebokontrollierte Studien an 1.683 Personen mit primären Schlafstörungen verkürzte Melatonin die Einschlafzeit um im Mittel 7,06 Minuten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 4,37 bis 9,75, und verlängerte die Gesamtschlafzeit um 8,25 Minuten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,74 bis 14,75 (Ferracioli-Oda et al. 2013). Beides ist statistisch solide und keines ist groß. Wer erwartet, binnen Minuten nach einer Tablette einzuschlafen, arbeitet mit einer anderen Zahl als die Literatur.
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Höhere Dosen bewegten die Uhrmaße, nicht das Qualitätsmaß
Die Metaregression fand, dass längere Studien und höhere Dosen größere Effekte auf die Verkürzung der Einschlafzeit und die Verlängerung der Gesamtschlafzeit zeigten, für die Schlafqualität aber kein signifikanter Dosis- oder Dauereffekt auftrat; diese verbesserte sich mit einer standardisierten mittleren Differenz von 0,22, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,12 bis 0,32 (Ferracioli-Oda et al. 2013). Eine Dosissteigerung kauft damit Minuten auf dem Polysomnogramm, aber nicht das subjektive Ergebnis, um das es den meisten geht.
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Die schlafmedizinische Leitlinie rät vom Einsatz ab
Die American Academy of Sleep Medicine hält fest, dass Melatonin bei Ein- oder Durchschlafstörungen Erwachsener gegenüber keiner Behandlung nicht eingesetzt werden sollte, eingestuft als schwach, und legt im selben Dokument den Einsatz von Ramelteon, einem verschreibungspflichtigen Melatoninrezeptoragonisten, bei Einschlafstörungen nahe, ebenfalls schwach (Sateia et al. 2017). Zwei Empfehlungen in entgegengesetzte Richtungen für denselben Rezeptor, getrennt allein dadurch, ob die Dosis in der Packung garantiert ist.
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Eine Leitlinie kann etwas nicht empfehlen, das wirkt
Nach GRADE wiegt eine Empfehlung Effektgröße, Sicherheit der Evidenz, Schäden, Patientenpräferenzen und die Verlässlichkeit dessen, was die Person tatsächlich erhält. Eine Verkürzung um sieben Minuten (Ferracioli-Oda et al. 2013), geliefert von Produkten mit einem Gehalt zwischen 83 Prozent unter und 478 Prozent über dem Etikett (Erland und Saxena 2017), ist eine schwache Grundlage für eine klinische Anweisung, auch wenn das Molekül etwas bewirkt. Das ist ebenso eine Aussage über die Lieferkette wie über die Pharmakologie.
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Die Regulierung schreibt zwei Angaben für zwei Anwendungen
Im EU-Rahmen darf die Angabe, dass Melatonin zur Verkürzung der Einschlafzeit beiträgt, nur für Lebensmittel mit 1 mg je bemessener Portion verwendet werden, eingenommen kurz vor dem Schlafengehen, während die getrennte zugelassene Angabe zur Linderung des subjektiven Jetlag-Empfindens mindestens 0,5 mg je Portion verlangt, eingenommen am ersten Reisetag und an den folgenden Tagen kurz vor dem Schlafengehen (EFSA NDA Panel 2011; Verordnung 432/2012). Die zweite ist die chronobiologische Anwendung, in der der Zeitpunkt und nicht die Milligrammzahl den Effekt trägt.
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Der Zeitpunkt ist der Hebel, den die Dosissteigerung ersetzen soll
Melatonin wirkt als Zeitsignal für das circadiane System, weshalb bei einem verschobenen Rhythmus entscheidend ist, wann es relativ zum eigenen Melatoninanstieg eingenommen wird, und nicht wie viele Milligramm die Kapsel enthält. Die regulatorische Jetlag-Angabe kodiert genau das, indem sie einen Einnahmeplan über Reisetage vorgibt statt einer einzelnen Menge (Verordnung 432/2012). Wer um Mitternacht 10 mg nimmt und nichts bemerkt, hat meist einen Zeitfehler gemacht, und eine größere Dosis korrigiert ihn nicht.
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Der Gehalt reichte von 83 Prozent unter bis 478 Prozent über dem Etikett
Die Analyse von 31 Präparaten mittels Ultrahochleistungs-Flüssigchromatografie fand einen Melatoningehalt zwischen 83 Prozent unter und 478 Prozent über der Etikettenangabe, wobei mehr als 71 Prozent der Produkte das Etikett um mehr als 10 Prozent verfehlten (Erland und Saxena 2017). Bei solchen Toleranzen kann niemand wissen, ob 0,3 mg oder 3 mg eingenommen wurden, was die sorgfältige Dosiswahl teilweise theoretisch macht, solange das Produkt keine chargenbezogene Prüfung trägt.
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465 Prozent Chargenschwankung heißt, die Packung ist nicht das Produkt
In derselben Analyse erreichte die Schwankung zwischen Chargen eines bestimmten Produkts 465 Prozent, und diese Schwankung korrelierte weder mit Hersteller noch mit Produkttyp (Erland und Saxena 2017). Das ist der praktisch schädlichste Qualitätsbefund, denn wer ein passendes Produkt gefunden hat, hat keine Gewähr, dass die nächste Packung dieselbe Dosis liefert. Serotonin, ein kontrollierter Stoff, wurde in acht Präparaten in Mengen von 1 bis 75 Mikrogramm nachgewiesen.
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Gummibonbons sind das am schlechtesten etikettierte Format
Über 25 Melatonin-Gummiprodukte enthielt eines kein nachweisbares Melatonin, der gemessene Gehalt reichte von 74 bis 347 Prozent der Etikettenangabe, nur 3 Produkte, also 12 Prozent, lagen innerhalb von 10 Prozent, und 22 von 25, also 88 Prozent, waren falsch etikettiert (Cohen et al. 2023). Fünf enthielten Cannabidiol mit 104 bis 118 Prozent der Angabe, und das Produkt mit ausgewiesenen 30 mg Melatonin ohne Nachweis enthielt 31,3 mg Cannabidiol. Ein Gummibonbon lässt sich zudem nicht auf 0,3 mg teilen.
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Aufnahmen bei Kindern stiegen in zehn Jahren um 530 Prozent
Zwischen 2012 und 2021 wurden den US-Giftinformationszentren 260.435 Melatoninaufnahmen bei Kindern und Jugendlichen gemeldet, ein Anstieg von 8.337 auf 52.563 pro Jahr, und Melatonin machte 2021 4,9 Prozent aller gemeldeten Aufnahmen bei Kindern aus gegenüber 0,6 Prozent 2012. Von den in einer Einrichtung Behandelten wurden 4.097, also 14,7 Prozent, stationär aufgenommen, 287 intensivmedizinisch versorgt, fünf Kinder beatmet und zwei starben (Lelak et al. 2022). Der Umsatz stieg im selben Zeitraum von 285 auf 821 Millionen Dollar.
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Das Vorgehen ist kurz, und Steigerung gehört nicht dazu
0,3 bis 0,5 mg, 30 Minuten vor der geplanten Schlafenszeit, jede Nacht zur gleichen Uhrzeit, als teilbare Tablette statt als Gummibonbon, aus einem Produkt mit chargenbezogener Fremdprüfung. Wenn 0,5 mg nicht wirken, lautet die Antwort fast nie 5 mg. Realistische Ursachen sind dann Lichtexposition am Abend, ein unregelmäßiger Rhythmus, der Koffeinzeitpunkt oder eine Schlafstörung, die Melatonin ohnehin nicht adressiert, und der nächste Schritt ist ärztlicher Rat statt einer größeren Packung.
Was als Nächstes gefragt wird.
- Wie viel Melatonin sollte man nehmen?
- 0,3 bis 0,5 mg, rund 30 Minuten vor der geplanten Schlafenszeit. In einer doppelblinden placebokontrollierten Crossover-Studie mit Polysomnografie stellten 0,3 mg die Schlafeffizienz mit P kleiner 0,0001 wieder her und hoben den Plasmaspiegel auf normale Nachtwerte, während 3,0 mg den Schlaf ebenfalls verbesserten, aber eine Unterkühlung auslösten und den Spiegel bis in die Tagesstunden erhöht hielten (Zhdanova et al. 2001). Handelsprodukte mit 3, 5 und 10 mg liegen beim Zehn- bis Dreißigfachen der physiologischen Dosis. Sinnvoll ist eine teilbare Tablette, denn ein Gummibonbon lässt sich nicht auf 0,3 mg bringen.
- Sind 10 mg Melatonin zu viel?
- Das ist rund das Dreißigfache der Dosis, die in der Studie mit direktem Dosisvergleich die normale Nachtphysiologie nachbildete, und dieselbe Studie fand, dass bereits die zehnfach kleinere Dosis von 3,0 mg eine Unterkühlung auslöste und den Spiegel bis in die folgenden Tagesstunden erhöht hielt (Zhdanova et al. 2001). Höhere Dosen erzeugten in der Metaregression etwas größere Effekte auf Einschlafzeit und Gesamtschlafzeit, aber keinen zusätzlichen Effekt auf die Schlafqualität (Ferracioli-Oda et al. 2013). 10 mg kaufen also Nachlauf in den Morgen, aber nicht das gewünschte Ergebnis.
- Wirkt Melatonin überhaupt?
- Ja, messbar und moderat. Über 19 randomisierte placebokontrollierte Studien an 1.683 Personen gepoolt verkürzte Melatonin die Einschlafzeit um im Mittel 7,06 Minuten, 95-Prozent-Konfidenzintervall 4,37 bis 9,75, verlängerte die Gesamtschlafzeit um 8,25 Minuten und verbesserte die Schlafqualität mit einer standardisierten mittleren Differenz von 0,22 (Ferracioli-Oda et al. 2013). Die Autoren nennen die Effekte moderat, halten fest, dass sie bei fortgesetzter Anwendung nicht nachlassen, und stellen klar, dass der absolute Nutzen kleiner ist als bei anderen pharmakologischen Behandlungen von Schlaflosigkeit.
- Warum raten Schlafmediziner von Melatonin ab?
- Die American Academy of Sleep Medicine empfiehlt, Melatonin bei Ein- oder Durchschlafstörungen Erwachsener gegenüber keiner Behandlung nicht einzusetzen, eine schwache Empfehlung, und legt zugleich Ramelteon bei Einschlafstörungen nahe, ebenfalls schwach (Sateia et al. 2017). Die Unterscheidung ist aufschlussreich: beide wirken an Melatoninrezeptoren, aber nur eines hat eine garantierte Dosis. Ein Effekt von sieben Minuten, geliefert von Produkten mit einem Gehalt zwischen 83 Prozent unter und 478 Prozent über dem Etikett (Erland und Saxena 2017), trägt keine klinische Anweisung.
- Wann sollte man Melatonin einnehmen?
- Zu einer festen Uhrzeit, rund 30 Minuten vor der geplanten Schlafenszeit, und der Zeitpunkt zählt mehr als die Menge. Melatonin wirkt als Zeitsignal für das circadiane System, weshalb der EU-Rahmen zwei getrennte zugelassene Angaben führt: 1 mg je Portion kurz vor dem Schlafengehen zur Verkürzung der Einschlafzeit und mindestens 0,5 mg je Portion am ersten Reisetag und an den folgenden Tagen gegen Jetlag (EFSA NDA Panel 2011; Verordnung 432/2012). Eine Dosis zu wechselnden Uhrzeiten arbeitet gegen sich selbst.
- Ist Melatonin für Kinder sicher?
- Das gehört in kinderärztliche Hände und nicht ins Regal, und die Bevölkerungsdaten zeigen warum. Zwischen 2012 und 2021 wurden den US-Giftinformationszentren 260.435 Melatoninaufnahmen bei Kindern und Jugendlichen gemeldet, ein Anstieg um 530 Prozent, und von den in einer Einrichtung Behandelten wurden 4.097, also 14,7 Prozent, stationär aufgenommen, 287 intensivmedizinisch versorgt, fünf beatmet und zwei starben (Lelak et al. 2022). Gerade Gummiformate für Haushalte mit Kindern sind zudem am schlechtesten etikettiert: nur 12 Prozent von 25 Produkten lagen innerhalb von 10 Prozent der Angabe (Cohen et al. 2023).
- Warum bin ich morgens nach Melatonin benommen?
- Weil die Dosis die Nacht überdauert. Die Studie mit dem Vergleich von 0,1, 0,3 und 3,0 mg fand, dass 3,0 mg den Melatoninspiegel bis in die Tagesstunden erhöht hielten und eine Unterkühlung auslösten, während 0,3 mg die Schlafeffizienz wiederherstellten und den Spiegel ohne diesen Nachlauf normalisierten (Zhdanova et al. 2001). Ein Produkt mit 5 oder 10 mg verstärkt denselben Effekt. Die Lösung ist eine Senkung Richtung 0,3 bis 0,5 mg und nicht eine frühere Einnahme, die den Nachlauf meist verschlimmert.
- Sind Melatonin-Gummibonbons korrekt etikettiert?
- Überwiegend nicht. Über 25 in den USA verkaufte Melatonin-Gummiprodukte enthielt eines überhaupt kein nachweisbares Melatonin, der gemessene Gehalt reichte von 74 bis 347 Prozent der Etikettenangabe, nur 3 Produkte, also 12 Prozent, lagen innerhalb von 10 Prozent der deklarierten Menge, und 22 von 25, also 88 Prozent, waren falsch etikettiert (Cohen et al. 2023). Fünf enthielten Cannabidiol mit 10,6 bis 31,3 mg je Portion. Da die sinnvolle Dosis bei 0,3 bis 0,5 mg liegt, ist ein Format, das sich weder teilen noch dem Etikett nach zuordnen lässt, das falsche Format.
Jede Aussage, belegt.
- [01]Zhdanova IV, Wurtman RJ, Regan MM, Taylor JA, Shi JP, Leclair OU. 2001. Melatonin treatment for age-related insomnia. J Clin Endocrinol Metab 86(10):4727-30. In a double-blind, placebo-controlled study, subjects over 50 who slept normally, n equals 15, or exhibited actigraphically confirmed decreases in sleep efficiency, n equals 15, received in randomised order a placebo and three melatonin doses of 0.1, 0.3 and 3.0 mg orally 30 minutes before bedtime for a week, with one-week washout periods and polysomnography on the last three nights of each treatment period. The physiologic melatonin dose of 0.3 mg restored sleep efficiency, P less than 0.0001, acting principally in the middle third of the night, and elevated plasma melatonin levels to normal, P less than 0.0008. The pharmacologic dose of 3.0 mg, like the lowest dose of 0.1 mg, also improved sleep; however, it induced hypothermia and caused plasma melatonin to remain elevated into the daylight hours. Although control subjects also had low melatonin levels, their sleep was unaffected by any melatonin dose.
- [02]Ferracioli-Oda E, Qawasmi A, Bloch MH. 2013. Meta-analysis: melatonin for the treatment of primary sleep disorders. PLoS One 8(5):e63773. Nineteen studies involving 1,683 subjects were included. Melatonin significantly reduced sleep latency, weighted mean difference 7.06 minutes, 95 percent confidence interval 4.37 to 9.75, Z equals 5.15, P less than 0.001, and increased total sleep time, weighted mean difference 8.25 minutes, 95 percent confidence interval 1.74 to 14.75, Z equals 2.48, P equals 0.013. Overall sleep quality improved with a standardised mean difference of 0.22, 95 percent confidence interval 0.12 to 0.32, P less than 0.001. Trials with longer duration and higher doses showed greater effects on sleep latency and total sleep time, but no significant effects of trial duration or dose were observed on sleep quality. The authors conclude that the effects are modest, do not appear to dissipate with continued use, and that the absolute benefit is smaller than for other pharmacological treatments for insomnia.
- [03]Sateia MJ, Buysse DJ, Krystal AD, Neubauer DN, Heald JL. 2017. Clinical practice guideline for the pharmacologic treatment of chronic insomnia in adults: an American Academy of Sleep Medicine clinical practice guideline. J Clin Sleep Med 13(2):307-349. The guideline states that clinicians should not use melatonin as a treatment for sleep onset or sleep maintenance insomnia versus no treatment in adults, graded WEAK under GRADE. In the same document the guideline suggests that clinicians use ramelteon, a melatonin receptor agonist available on prescription, as a treatment for sleep onset insomnia versus no treatment in adults, also graded WEAK. The contrast between the two recommendations for agents acting at the same receptor is the clearest statement in the sleep medicine literature that dose reliability, not mechanism, is the limiting factor for over-the-counter melatonin.
- [04]Erland LA, Saxena PK. 2017. Melatonin natural health products and supplements: presence of serotonin and significant variability of melatonin content. J Clin Sleep Med 13(2):275-281. A total of 31 supplements were analysed by ultraperformance liquid chromatography with electrochemical detection, with confirmation by mass spectrometry. Melatonin content ranged from 83 percent below to 478 percent above the labelled content. Lot-to-lot variability within a particular product varied by as much as 465 percent, and this variability did not appear to be correlated with manufacturer or product type. Serotonin, a related indoleamine and controlled substance, was identified in eight of the supplements at levels of 1 to 75 micrograms. Melatonin content did not meet label within a 10 percent margin of the label claim in more than 71 percent of supplements, and an additional 26 percent were found to contain serotonin.
- [05]Cohen PA, Avula B, Wang YH, Katragunta K, Khan I. 2023. Quantity of melatonin and CBD in melatonin gummies sold in the US. JAMA 329(16):1401-1402. Twenty-five melatonin gummy products were analysed. One product contained no detectable melatonin. Among the remainder the quantity of melatonin ranged from 1.3 mg to 13.1 mg per serving, and measured melatonin ranged from 74 percent to 347 percent of the labelled quantity. Only 3 products, 12 percent, contained a quantity of melatonin within 10 percent of the declared quantity, and 22 of 25 products, 88 percent, were inaccurately labelled. Five products contained cannabidiol, with actual quantity ranging from 104 percent to 118 percent of the labelled quantity at 10.6 mg to 31.3 mg per serving; the product declaring 30 mg of melatonin, in which melatonin was not detected, contained 31.3 mg of cannabidiol.
- [06]Lelak K, Vohra V, Neuman MI, Toce MS, Sethuraman U. 2022. Pediatric melatonin ingestions, United States, 2012 to 2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 71(22):725-729. Using the National Poison Data System, 260,435 paediatric melatonin ingestions were reported during the ten-year period and the annual number of ingestions increased 530 percent, from 8,337 in 2012 to 52,563 in 2021. Paediatric melatonin ingestions accounted for 4.9 percent of all paediatric ingestions reported to poison control centres in 2021 compared with 0.6 percent in 2012. Among children receiving care at a health care facility, 4,097, or 14.7 percent, were hospitalised and 287, or 1.0 percent, required intensive care. Five children required mechanical ventilation and two died, aged 3 months and 13 months, both at home. Melatonin sales rose from 285 million dollars in 2016 to 821 million dollars in 2020.
- [07]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. 2011. Scientific opinion on the substantiation of a health claim related to melatonin and reduction of sleep onset latency, ID 1698, 1780, 4080, pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA Journal 9(6):2241. The Panel concluded that a cause and effect relationship has been established between the consumption of melatonin and reduction of sleep onset latency, with 1 mg of melatonin to be consumed close to bedtime. Under Commission Regulation (EU) No 432/2012 the resulting authorised claim, that melatonin contributes to the reduction of time taken to fall asleep, may be used only for food containing 1 mg of melatonin per quantified portion, with information to the consumer that the beneficial effect is obtained by consuming 1 mg close to bedtime. A separate authorised claim covers alleviation of subjective feelings of jet lag and may be used only for food containing at least 0.5 mg of melatonin per quantified portion, taken close to bedtime on the first day of travel and on the following days.
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