Berberin Nebenwirkungen, und warum die Arzneimittelwechselwirkung schwerer wiegt als der Magen

Die absolute orale Bioverfügbarkeit lag bei Ratten bei 0,36 Prozent, der Darm bekommt also fast die ganze Dosis, und 34,5 Prozent der Behandelten berichteten vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden. Zwei Wochen mit dreimal 300 mg erhöhten den CYP2D6-Marker um das Neunfache.
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Die absolute orale Bioverfügbarkeit lag bei 0,36 Prozent, und diese eine Zahl erklärt die Nebenwirkungen
Mit vier Applikationswegen zur Trennung von gastraler, intestinaler und hepatischer First-Pass-Elimination lief rund die Hälfte einer intragastralen Dosis unverändert durch den Magen-Darm-Trakt, während die andere Hälfte vom Dünndarm verstoffwechselt wurde, was bei Ratten eine absolute orale Bioverfügbarkeit von 0,36 Prozent ergab, bei einer 70-fach höheren Fläche unter der Kurve in der Leber als im Plasma (Liu et al. 2010). Eine Substanz, die den Kreislauf nicht erreicht, gibt ihre Dosis an den Darm ab, und genau dort treten die berichteten Ereignisse auf.
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Rund ein Drittel der Behandelten berichtet in den Studien Magen-Darm-Ereignisse
In der randomisierten Pilotstudie, die Berberin in der englischsprachigen Literatur etablierte, hatten 20 Behandelte, 34,5 Prozent der Gruppe, vorübergehende gastrointestinale Nebenwirkungen, und Leber- oder Nierenschäden wurden nicht dokumentiert (Yin et al. 2008). Das ist hoch genug, um die zu erwartende Erfahrung zu sein und nicht die unglückliche Ausnahme, und es ist die Zahl, die man vor dem Start kennen sollte. Das Wort vorübergehend zählt: die Häufung liegt in den ersten Wochen und bei jeder Dosissteigerung.
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Die Symptomliste läuft in beide Richtungen, weil der Mechanismus luminal ist
Die Referenzmonografie nennt die Nebenwirkungen wenige, überwiegend milde und vorübergehende Magen-Darm-Symptome wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung (NIH LiverTox). Dass Verstopfung und Durchfall auf derselben Liste stehen, ist keine Nachlässigkeit. Berberin wirkt auf die Darmmotilität und auf die mikrobielle Gemeinschaft in einem Lumen, das nahezu die ganze Dosis erhält, und die Nettorichtung unterscheidet sich individuell. Welche Richtung eine bestimmte Person nimmt, lässt sich aus keinem veröffentlichten Marker vorhersagen.
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Dosisaufteilung und Einnahme zum Essen sind die Gegenmaßnahme, und zwar aus der Dosis abgeleitet
Die übliche empfohlene Dosis liegt bei 250 bis 500 mg zwei- oder dreimal täglich (NIH LiverTox), also bei einem echten Tagestotal von 750 bis 1.500 mg. Die Aufteilung ist keine Bequemlichkeitskonvention, sie senkt die luminale Spitzenkonzentration, die die Symptome erzeugt, weshalb eine einzelne Gabe von 1.500 mg sowohl schlechter vertragen als auch nicht besser belegt ist. Der übliche Aufbau beginnt mit einer Gabe von 500 mg täglich zum Essen und ergänzt nach einer Woche eine zweite.
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Die Leber ist das gefürchtete Organ, und die Evidenz stützt die Furcht nicht
Berberin wurde während der Therapie nicht mit Anstiegen der Serumenzyme in Verbindung gebracht, und trotz breiter Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine veröffentlichten Fälle einer klinisch manifesten Leberschädigung, woraus die Bewertung E folgt, unwahrscheinliche Ursache einer klinisch manifesten Leberschädigung (NIH LiverTox). Diese Note stammt aus der Referenzquelle, deren einzige Funktion die Katalogisierung lebertoxischer Substanzen ist, und wiegt deshalb schwerer als pauschale Vorsicht gegenüber Pflanzenextrakten.
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Zwei Wochen mit dreimal 300 mg hemmten CYP2D6 um das Neunfache
In einer zweiphasigen randomisierten Crossover-Studie stieg nach zwei Wochen Berberin mit dreimal täglich 300 mg das Verhältnis von Dextromethorphan zu Dextrorphan im Urin über 0 bis 8 Stunden um das Neunfache, was eine verringerte CYP2D6-Aktivität anzeigt, und das Verhältnis von Losartan zu E-3174 verdoppelte sich, was eine verringerte CYP2C9-Aktivität anzeigt (Guo et al. 2012). Verwendet wurden 900 mg am Tag, weniger als viele Etiketten nahelegen, das ist also kein Hochdosisartefakt.
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Die CYP3A4-Hemmung zeigte sich in jedem Midazolam-Parameter
In derselben Studie stieg die maximale Konzentration von Midazolam um 38 Prozent, die Fläche unter der Kurve bis unendlich um 40 Prozent, die Fläche bis 12 Stunden um 37 Prozent, die orale Clearance sank um 27 Prozent, und die Halbwertszeit verlängerte sich von 0,66 auf 0,99 Stunden (Guo et al. 2012). CYP3A4 ist das dominierende Enzym für einen sehr großen Teil der Verordnungen, darunter Statine, Calciumantagonisten und Immunsuppressiva, weshalb diese Wechselwirkung die größte Reichweite hat.
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Die Wechselwirkung ist klinisch an einem Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite gezeigt
Bei 52 Nierentransplantierten unter Ciclosporin A plus dreimal täglich 0,2 g Berberin über drei Monate gegenüber 52 Kontrollen lagen Endkonzentrationen und Konzentrations-Dosis-Verhältnisse 29,3 und 27,8 Prozent höher, und in einer pharmakokinetischen Teilstudie mit sechs Personen stieg die Fläche unter der Kurve um 34,5 Prozent, die Minimalkonzentration um 88,3 Prozent, und die scheinbare Clearance fiel um 40,4 Prozent (Wu et al. 2005). Die Autoren führen dies auf CYP3A4-Hemmung in Leber und Dünndarm zurück.
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Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglingsalter sind Kontraindikationen mit benanntem Mechanismus
Mit der Peroxidase-Kinetik untersucht verdrängte Berberin Bilirubin auf molarer Basis rund zehnmal wirksamer vom Albumin als Phenylbutazon und rund hundertmal wirksamer als Papaverin, und die chronische Gabe an erwachsene Ratten senkte die mittlere Bilirubin-Proteinbindung signifikant; Auslöser der Arbeit waren Berichte über ein Kernikterusrisiko bei ikterischen Neugeborenen unter der Ausgangspflanze (Chan 1993). Ungebundenes Bilirubin ist die Fraktion, die ins Gehirn übertritt, was diesen Ausschluss spezifisch und nicht bloß vorsorglich macht.
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Der glykämische Effekt ist real, konsistent und moderat
Eine Dachmetaanalyse randomisierter kontrollierter Studien berichtete gewichtete mittlere Differenzen von 0,57 Prozentpunkten weniger Hämoglobin A1c, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,68 bis 0,46 weniger, und 0,77 mmol/L weniger Nüchternblutzucker, 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,90 bis 0,63 weniger, neben Rückgängen bei HOMA-IR, Interleukin 6, Tumornekrosefaktor alpha und C-reaktivem Protein (Nazari et al. 2024). Eine Bewegung von 0,57 Punkten beim A1c ist klinisch bedeutsam und zugleich rund ein Drittel dessen, was ältere Einzelstudien versprachen.
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Die Evidenzbasis ist in der Richtung konsistent und in der Qualität schwach
Die 27 randomisierten kontrollierten Studien mit 2.569 Behandelten fanden Berberin plus Lebensstilintervention besser als Lebensstilintervention allein, Berberin plus orale Antidiabetika besser als diese Medikamente allein und keine statistische Signifikanz im direkten Vergleich, bei keiner schweren Nebenwirkung über alle 27 Experimente (Lan et al. 2015). Dieselbe Arbeit hält fest, dass die insgesamt begrenzte Qualität der eingeschlossenen Studien den Nutzen nur begrenzt belegbar macht, und fordert standardisierte Zubereitungen.
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Der GLP-1-Vergleich scheitert an Mechanismus und Größenordnung
Berberin hat keine Inkretinrezeptoraktivität und ist kein GLP-1-Rezeptoragonist. Zur Größenordnung: die mittlere Gewichtsveränderung lag in Woche 68 bei 14,9 Prozent unter dem Ausgangswert unter Semaglutid gegenüber 2,4 Prozent unter Placebo, und 50,5 Prozent der Behandelten verloren 15 Prozent oder mehr ihres Körpergewichts (Wilding et al. 2021). Keine Berberinstudie berichtet etwas in dieser Größenordnung, und die Metaanalysen berichten glykämische Endpunkte, weil das Gewicht nicht der Endpunkt war, für den die Studien gebaut wurden.
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Premiumformulierungen verkaufen ein Bioverfügbarkeits- und kein Ergebnisversprechen
Bei einer gemessenen absoluten oralen Bioverfügbarkeit von 0,36 Prozent (Liu et al. 2010) verkauft eine Formulierung, die den Plasmaspiegel hebt, etwas Reales. Es fehlt der zweite Schritt: kein Dihydroberberin- oder Phytosomprodukt hat ein klinisches Ergebnis veröffentlicht, das das einfache Hydrochlorid nicht erreicht hat, und die Beziehung zwischen Plasmaspiegel und Effekt ist gerade deshalb schlecht, weil ein Teil der Wirkung luminal zu sein scheint. Rund das Zehnfache je Gramm zu zahlen kauft damit einen Surrogatparameter.
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Es gibt keinen Arzneibuchstandard, also ist das Analysenzertifikat das Produkt
Berberin gelangt als Pflanzenextrakt aus Coptis- oder Phellodendron-Arten ins Regal und nicht als Arzneibuchware, sodass Alkaloidgehalt je Kapsel, das Verhältnis von Berberin zu verwandten Alkaloiden sowie Lösungsmittel- und Schwermetallrückstände allein vom Hersteller bestimmt werden. Das stellt die Frage in dieselbe Kategorie wie bei jedem anderen laborgeprüften Nahrungsergänzungsmittel: ohne chargenbezogenes Analysenzertifikat ist die Etikettenzahl eine Behauptung. Angesichts der Größe der CYP-Wechselwirkung ist Dosisgenauigkeit hier kein kosmetisches Thema.
Was als Nächstes gefragt wird.
- Was sind die häufigsten Nebenwirkungen von Berberin?
- Magen-Darm-Beschwerden, und zwar häufige statt seltene. In der randomisierten Pilotstudie, die am häufigsten zur Wirksamkeit zitiert wird, hatten 34,5 Prozent der Behandelten vorübergehende gastrointestinale Nebenwirkungen, ohne dokumentierte Leber- oder Nierenschäden (Yin et al. 2008). Die Referenzmonografie beschreibt das Profil als wenige, überwiegend milde und vorübergehende Symptome wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung (NIH LiverTox). Der Grund für die Konzentration im Darm ist pharmakokinetisch: die absolute orale Bioverfügbarkeit lag bei Ratten bei 0,36 Prozent, fast die gesamte Dosis bleibt also im Lumen und in den Enterozyten (Liu et al. 2010).
- Wie viel Berberin sollte man am Tag nehmen?
- Das Dosismuster der klinischen Literatur sind 250 bis 500 mg zwei- oder dreimal täglich, also ein echtes Tagestotal von 750 bis 1.500 mg (NIH LiverTox). Geteilt statt einmalig, weil die Substanz schlecht resorbiert wird und die luminale Spitzenkonzentration die Symptome erzeugt. Bemerkenswert ist, dass die Humanstudie mit nachgewiesener Cytochrom-P450-Hemmung nur dreimal täglich 300 mg verwendete, also 900 mg am Tag (Guo et al. 2012), was am unteren Rand des Üblichen liegt. Eine niedrigere Dosis umgeht die Wechselwirkungsfrage also nicht.
- Schädigt Berberin die Leber?
- Die Evidenz sagt nein. Berberin wurde während der Therapie nicht mit Anstiegen der Serumenzyme in Verbindung gebracht, und trotz breiter Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine veröffentlichten Fälle einer klinisch manifesten Leberschädigung, woraus die Bewertung E folgt, unwahrscheinliche Ursache einer klinisch manifesten Leberschädigung (NIH LiverTox). Diese Note stammt aus der Referenzdatenbank für arzneimittelbedingte Leberschäden. Die auf Organebene belegte Sorge ist nicht die Lebertoxizität, sondern der hepatische Arzneistoffwechsel, denn Berberin hemmt CYP3A4, CYP2C9 und CYP2D6 (Guo et al. 2012).
- Welche Medikamente wechselwirken mit Berberin?
- Alles, was über CYP3A4, CYP2C9 oder CYP2D6 verstoffwechselt wird, und das ist ein großer Teil der Verordnungen. Zwei Wochen mit dreimal täglich 300 mg erhöhten den CYP2D6-Marker um das Neunfache, verdoppelten den CYP2C9-Marker und hoben die Fläche unter der Kurve von Midazolam um 40 Prozent bei um 27 Prozent gesunkener oraler Clearance (Guo et al. 2012). Die klinische Demonstration stammt aus der Transplantationsmedizin: die Talspiegel von Ciclosporin A lagen am Ende 29,3 Prozent über den Kontrollen, die Fläche unter der Kurve 34,5 Prozent (Wu et al. 2005). Wer verschreibungspflichtige Medikamente nimmt, klärt Berberin vorher in der Apotheke.
- Ist Berberin in Schwangerschaft oder Stillzeit sicher?
- Nein, und der Grund ist spezifisch und nicht bloß vorsorglich. Berberin verdrängte Bilirubin auf molarer Basis rund zehnmal stärker vom Albumin als Phenylbutazon und rund hundertmal stärker als Papaverin, und die chronische Gabe bei Ratten senkte die mittlere Bilirubin-Proteinbindung signifikant; ausgelöst wurde die Untersuchung durch Berichte über ein Kernikterusrisiko bei ikterischen Neugeborenen unter der Ausgangspflanze (Chan 1993). Ungebundenes Bilirubin ist die Fraktion, die ins kindliche Gehirn übertritt. Damit fällt Berberin in Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglingsalter aus der akzeptablen Menge heraus.
- Ist Berberin wirklich eine natürliche Alternative zu einem GLP-1-Medikament?
- Nein, weder beim Mechanismus noch bei der Größenordnung. Berberin hat keine Inkretinrezeptoraktivität. Zur Größenordnung: die Referenzstudie zum Gewichtsverlust berichtete in Woche 68 eine mittlere Veränderung von 14,9 Prozent unter dem Ausgangswert unter Semaglutid gegenüber 2,4 Prozent unter Placebo, mit 50,5 Prozent der Behandelten bei 15 Prozent Gewichtsverlust oder mehr (Wilding et al. 2021). Die Berberinliteratur berichtet glykämische Endpunkte mit einem gepoolten A1c-Rückgang von 0,57 Prozentpunkten (Nazari et al. 2024). Das sind Ergebnisse verschiedener Klassen, und der Werbevergleich hält den Zahlen nicht stand.
- Wie lange halten die Nebenwirkungen von Berberin an?
- Die Studienbeschreibungen verwenden durchgehend das Wort vorübergehend, und das praktische Muster ist eine Häufung in den ersten ein bis zwei Wochen sowie bei jeder Dosissteigerung (Yin et al. 2008; NIH LiverTox). Dieses Zeitmuster passt zu einem luminalen Reizstoff und nicht zu systemischer Toxizität, weshalb üblicherweise mit einer Gabe von 500 mg zum Essen begonnen, nach etwa einer Woche eine zweite ergänzt und bei einem verträglichen Total gehalten wird. Symptome, die über einige Wochen hinaus bestehen, oder Beschwerden außerhalb der Magen-Darm-Liste sind ein Grund abzusetzen und ärztlichen Rat einzuholen.
- Lohnt ein Dihydroberberin- oder Phytosomprodukt den Aufpreis?
- Es verkauft ein reales Problem und eine unbelegte Lösung. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von gewöhnlichem Berberin lag bei Ratten bei 0,36 Prozent, bei einem 70-fachen Verhältnis der Fläche unter der Kurve zwischen Leber und Plasma (Liu et al. 2010), es gibt also echten Spielraum. Es fehlt die Studie, die zeigt, dass ein höherer Plasmaspiegel ein besseres klinisches Ergebnis erzeugt, und die schlechte Beziehung zwischen Plasmaspiegel und Effekt legt nahe, dass ein Teil der Wirkung luminal ist, was ein resorptionsverstärktes Produkt eher verringern würde. Zum rund zehnfachen Preis je Gramm ist das der Kauf eines Surrogatparameters.
Jede Aussage, belegt.
- [01]NIH LiverTox, Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury, Berberine chapter, last updated 6 October 2020. States that the usual recommended dose of the herbal product is 250 to 500 mg two or three times daily. Side effects are described as few and largely mild and transient gastrointestinal symptoms of nausea, abdominal bloating, diarrhea or constipation, and in clinical trials adverse events were no more frequent with berberine than with placebo, with serious adverse events rare. On hepatotoxicity the chapter states that berberine has not been linked to serum enzyme elevations during therapy and that despite wide scale use as an herbal supplement it has not been linked to published instances of clinically apparent liver injury, assigning a likelihood score of E, an unlikely cause of clinically apparent liver injury.
- [02]Liu YT, Hao HP, Xie HG, Lai L, Wang Q, Liu CX, Wang GJ. 2010. Extensive intestinal first-pass elimination and predominant hepatic distribution of berberine explain its low plasma levels in rats. Drug Metab Dispos 38(10):1779-84. Four dosing routes, intragastric, intraduodenal, intraportal and intravenous, were used to separate gastric, intestinal and hepatic first-pass elimination. After intragastric dosing approximately half of the berberine ran intact through the gastrointestinal tract and another half was disposed of by the small intestine, leading to an absolute oral bioavailability of 0.36 percent in rats. There was a 70-fold increase in the ratio of the area under the concentration-time curve for berberine in liver versus plasma. The authors conclude that intestinal first-pass elimination is the major barrier to oral bioavailability.
- [03]Yin J, Xing H, Ye J. 2008. Efficacy of berberine in patients with type 2 diabetes mellitus. Metabolism 57(5):712-7. A randomised controlled pilot study in two parts. In newly diagnosed patients, haemoglobin A1c fell from 9.5 percent to 7.5 percent, fasting blood glucose from 10.6 to 6.9 mmol/L and postprandial blood glucose from 19.8 to 11.1 mmol/L, with the hypoglycaemic effect described as similar to metformin. In poorly controlled patients, haemoglobin A1c fell from 8.1 percent to 7.3 percent, fasting plasma insulin fell 28.1 percent and the insulin resistance index fell 44.7 percent. On safety, 20 patients, 34.5 percent, experienced transient gastrointestinal adverse effects, and no hepatic or renal damage was documented.
- [04]Guo Y, Chen Y, Tan ZR, Klaassen CD, Zhou HH. 2012. Repeated administration of berberine inhibits cytochromes P450 in humans. Eur J Clin Pharmacol 68(2):213-7. A two-phase randomised crossover study in healthy male subjects. After two weeks of berberine at 300 mg three times daily by mouth, midazolam, omeprazole, dextromethorphan, losartan and caffeine were used as probes for CYP3A4, 2C19, 2D6, 2C9 and 1A2. The 0 to 8 hour urinary dextromethorphan to dextrorphan ratio increased ninefold, P less than 0.01, indicating decreased CYP2D6 activity. The losartan to E-3174 ratio doubled, P less than 0.01, indicating decreased CYP2C9 activity. For midazolam, maximum concentration rose 38 percent, area under the curve to infinity rose 40 percent, area under the curve to 12 hours rose 37 percent, oral clearance fell 27 percent, and half-life rose from 0.66 to 0.99 hours. The authors conclude that drug-drug interactions should be considered when berberine is administered.
- [05]Wu X, Li Q, Xin H, Yu A, Zhong M. 2005. Effects of berberine on the blood concentration of cyclosporin A in renal transplanted recipients: clinical and pharmacokinetic study. Eur J Clin Pharmacol 61(8):567-72. In a randomised controlled trial, 52 renal transplant recipients received cyclosporin A plus 0.2 g of berberine three times daily for three months while 52 received cyclosporin A alone. Final blood concentrations and concentration to dose ratios in the berberine group were 29.3 percent and 27.8 percent higher than in the berberine-free group. In a six-patient pharmacokinetic substudy, mean area under the curve rose 34.5 percent, time to peak rose 1.7 hours, half-life rose 2.7 hours, steady-state concentration rose 34.5 percent, minimum concentration rose 88.3 percent and apparent clearance fell 40.4 percent. The mechanism is attributed to CYP3A4 inhibition in the liver and small intestine.
- [06]Chan E. 1993. Displacement of bilirubin from albumin by berberine. Biol Neonate 63(4):201-8. The study examined the effect of berberine, the major ingredient of the Chinese herb huanglian, Coptis chinensis, reported to pose some risk for kernicterus among jaundiced newborn infants, on the protein binding of bilirubin using the peroxidase kinetic method. Berberine was found in vitro to be about tenfold superior on a molar basis to phenylbutazone, a known potent displacer of bilirubin, and about a hundredfold superior to papaverine, a berberine-type alkaloid. Chronic intraperitoneal administration of berberine at 10 and 20 micrograms per g daily for one week to adult rats resulted in a significant decrease in mean bilirubin serum protein binding due to in vivo displacement.
- [07]Nazari A, Ghotbabadi ZR, Kazemi KS, Metghalchi Y, Tavakoli R, Rahimabadi RZ, Ghaheri M. 2024. The effect of berberine supplementation on glycemic control and inflammatory biomarkers in metabolic disorders: an umbrella meta-analysis of randomized controlled trials. Clin Ther 46(2):e64-e72. Pooling existing meta-analyses to April 2023, berberine supplementation reduced fasting blood glucose with a weighted mean difference of 0.77 lower, 95 percent confidence interval 0.90 to 0.63 lower, haemoglobin A1c with a weighted mean difference of 0.57 lower, 95 percent confidence interval 0.68 to 0.46 lower, HOMA-IR with a weighted mean difference of 1.04 lower, and insulin with a weighted mean difference of 1.00 lower, together with reductions in interleukin 6, tumour necrosis factor alpha and C-reactive protein.
- [08]Lan J, Zhao Y, Dong F, Yan Z, Zheng W, Fan J, Sun G. 2015. Meta-analysis of the effect and safety of berberine in the treatment of type 2 diabetes mellitus, hyperlipemia and hypertension. J Ethnopharmacol 161:69-81. Twenty-seven randomised controlled clinical trials with 2,569 patients were included across seven subgroups. Berberine with lifestyle intervention tended to lower fasting plasma glucose, postprandial glucose and haemoglobin A1c more than lifestyle intervention alone or placebo, and the same held for berberine added to oral hypoglycaemics, but there was no statistical significance between berberine and oral hypoglycaemics head to head. No serious adverse reaction was reported in the 27 experiments. The authors caution that due to the overall limited quality of the included studies the therapeutic benefit of berberine can be substantiated only to a limited degree, and call for larger controlled trials using standardised preparations.
- [09]Wilding JPH, Batterham RL, Calanna S, Davies M, Van Gaal LF, Lingvay I, McGowan BM, Rosenstock J, Tran MTD, Wadden TA, Wharton S, Yokote K, Zeuthen N, Kushner RF, STEP 1 Study Group. 2021. Once-weekly semaglutide in adults with overweight or obesity. N Engl J Med 384(11):989-1002. The mean change in body weight from baseline to week 68 was 14.9 percent below baseline in the semaglutide group against 2.4 percent with placebo, an estimated treatment difference of 12.4 percentage points, 95 percent confidence interval 13.4 to 11.5, P less than 0.001. Weight reductions of 15 percent or more were achieved by 612 participants, 50.5 percent, against 28, 4.9 percent, on placebo. Absolute weight change was 15.3 kg against 2.6 kg. Cited here only as the magnitude reference against which the nature's GLP-1 marketing claim for berberine is assessed.
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