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Erklärstück· Zutaten

Acrylamid in Lebensmitteln, nach gemessenen Teilen je Milliarde und nach Stellschraube

Acrylamid in Lebensmitteln, nach gemessenen Teilen je Milliarde und nach Stellschraube
Evidenz geprüft·03 Quellen zitiert·Dr. Soraya Khan, RDN
Vol. 1Issue 042026-09-01larderlab.com
Nur zu Bildungszwecken. Die Inhalte von Larderlab dienen der Information. Hinweise zu Vorratskammer, Makros und Supplementen ersetzen keine medizinische Beratung. Sprechen Sie mit einer zertifizierten Ernährungsberatung oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Ihre Ernährung oder Supplementierung wesentlich ändern.

Pommes frites aus dem Schnellrestaurant lagen im FDA-Warenkorb bei 381 bis 450 Teilen je Milliarde, gekochte Kartoffeln unter der Nachweisgrenze. Die Chemie erklärt die Spanne, und vier Zubereitungsentscheidungen verschieben sie.

  1. 01

    Die Bildungschemie steckt den Rahmen ab

    Acrylamid entsteht aus einer Reaktion zwischen Asparagin und reduzierenden Zuckern wie Glucose und Fructose, als Teil der Maillard-Reaktion, üblicherweise über 120 Grad Celsius (248 Grad Fahrenheit) und bei niedriger Feuchte (FDA Guidance for Industry). Lebensmittel ohne einen der beiden Vorläufer oder mit Garverfahren, die den Siedepunkt von Wasser nicht überschreiten, fallen weitgehend aus dem Problem heraus.

  2. 02

    Wo es vorkommt und wo nicht

    Acrylamid wurde vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Getreideerzeugnissen und Kaffee gefunden und ist typischerweise nicht mit Fleisch, Milcherzeugnissen oder Meeresfrüchten verbunden; es findet sich typischerweise in mit großer Hitze gegarten pflanzlichen Lebensmitteln, nicht in rohen pflanzlichen Lebensmitteln oder in gedämpfter oder gekochter Ware (FDA). Aus Verpackung oder Umwelt stammt es nicht.

  3. 03

    Die gemessene Spanne, in Teilen je Milliarde

    Über vier FY03-Warenkörbe, bei einer Bestimmungsgrenze von 10 ppb, lagen Pommes frites aus dem Schnellrestaurant bei 381, 432, 416 und 450 und Kartoffelchips bei 467, 264, 536 und 292. Ofenkartoffeln mit Schale lagen bei 32, 17, 22 und 29, gekochte Kartoffeln ohne Schale waren nicht nachweisbar (FDA Total Diet Study). Dieselbe Knolle reicht je nach Garverfahren von unter der Nachweisgrenze bis über 450 ppb.

  4. 04

    Getreideerzeugnisse und Kaffee, gemessen

    Angereichertes Weißbrot war in drei von vier Warenkörben nicht nachweisbar und lag im vierten bei 13 ppb, Vollkornbrot bei 34, 24, 39 und 59 ppb, und aufgebrühter Kaffee war in drei Erhebungen nicht nachweisbar und lag in einer bei 12 ppb (FDA Total Diet Study). Die Werte liegen eine Größenordnung unter den frittierten Kartoffelerzeugnissen.

  5. 05

    Verfahren: Frittieren am höchsten, Kochen erzeugt nichts

    Im Vergleich von Frittieren, Rösten und Backen erzeugt das Frittieren die höchste Acrylamidbildung, das Rösten von Kartoffelstücken weniger, danach folgt das Backen ganzer Kartoffeln, während das Kochen von Kartoffeln und das Garen ganzer Kartoffeln mit Schale in der Mikrowelle kein Acrylamid erzeugt (FDA). Das ist der größte in einer Haushaltsküche verfügbare Hebel.

  6. 06

    Einweichen entfernt Vorläufer vor der Reaktion

    Das Einweichen roher Kartoffelscheiben in Wasser für 15 bis 30 Minuten vor dem Frittieren oder Rösten senkt die Acrylamidbildung beim Garen, und die eingeweichten Kartoffeln sollten vor dem Garen abgetropft und trocken getupft werden, um Spritzer zu vermeiden (FDA). Die industrielle Entsprechung ist das Blanchieren, das reduzierende Zucker und Asparagin von der Kartoffeloberfläche entfernt (FDA Guidance for Industry).

  7. 07

    Die Farbe ist ein brauchbarer Anhaltspunkt

    Im Allgemeinen entsteht mehr Acrylamid bei längerer Garzeit oder höheren Temperaturen; das Garen geschnittener Kartoffelerzeugnisse wie tiefgekühlter Pommes oder Kartoffelscheiben bis goldgelb statt braun senkt die Bildung, da braune Stellen tendenziell mehr enthalten, und das Toasten von Brot bis hellbraun statt dunkelbraun senkt die Menge, wobei sehr braune Stellen am meisten enthalten (FDA).

  8. 08

    Kartoffeln im Kühlschrank erhöhen das Ergebnis

    Die Lagerung von Kartoffeln im Kühlschrank kann beim Garen zu mehr Acrylamid führen, Kartoffeln also außerhalb des Kühlschranks lagern, vorzugsweise dunkel und kühl in einer Kammer oder Speisekammer, um das Keimen zu verhindern (FDA). Anhaltender Kälte ausgesetzte Kartoffeln durchlaufen eine Kältesüßung mit höheren Gehalten an reduzierenden Zuckern, und Branchenleitlinien empfehlen für Verarbeitungskartoffeln eine Lagerung über 43 Grad Fahrenheit (FDA Guidance for Industry).

  9. 09

    Kaffee wird geröstet, nicht gebrüht, in das Problem hinein

    Acrylamid entsteht im Kaffee beim Rösten der Bohnen und nicht beim Aufbrühen zu Hause oder im Lokal, und bisher wurden keine guten Wege gefunden, die Bildung im Kaffee zu senken (FDA). Das ist die eine Kategorie der Liste ohne Eingriffsmöglichkeit in der Küche, und zugleich der Grund, warum die gemessenen Werte im aufgebrühten Getränk nahe der Bestimmungsgrenze liegen.

Fragen

Was als Nächstes gefragt wird.

Q01
Welche Lebensmittel enthalten tatsächlich Acrylamid?
Vor allem pflanzliche Lebensmittel, die mit großer Hitze gegart wurden. Acrylamid wurde vor allem in Kartoffeln, Getreideerzeugnissen und Kaffee gefunden, ist typischerweise nicht mit Fleisch, Milcherzeugnissen oder Meeresfrüchten verbunden und findet sich typischerweise in mit großer Hitze gegarten pflanzlichen Lebensmitteln statt in rohen oder gedämpften und gekochten (FDA). Die größten Quellen sind bestimmte Kartoffelerzeugnisse, Kaffee und Getreideerzeugnisse wie Frühstücksflocken, Kekse und Toast.
Q02
Wie groß ist der Unterschied zwischen den Garverfahren?
Zwei Größenordnungen bei derselben Knolle. In den FY03-Warenkörben lagen Pommes frites aus dem Schnellrestaurant bei 381 bis 450 Teilen je Milliarde und Kartoffelchips bei 264 bis 536, während Ofenkartoffeln mit Schale bei 17 bis 32 lagen und gekochte Kartoffeln ohne Schale bei einer Bestimmungsgrenze von 10 ppb nicht nachweisbar waren (FDA Total Diet Study). Frittieren erzeugt die höchste Bildung, Kochen keine (FDA).
Q03
Warum gehören Kartoffeln nicht in den Kühlschrank?
Weil Kälte den Vorläufer erhöht. Die Lagerung von Kartoffeln im Kühlschrank kann beim Garen zu mehr Acrylamid führen, Kartoffeln sollten daher außerhalb des Kühlschranks gelagert werden, vorzugsweise dunkel und kühl in einer Kammer oder Speisekammer, um das Keimen zu verhindern (FDA). Anhaltender Kälte ausgesetzte Kartoffeln durchlaufen eine Kältesüßung mit höheren Gehalten an reduzierenden Zuckern, und diese treiben die Bildung in der Kartoffel (FDA Guidance for Industry).
Q04
Hilft das Einweichen geschnittener Kartoffeln?
Ja, und das Zeitfenster ist angegeben. Das Einweichen roher Kartoffelscheiben in Wasser für 15 bis 30 Minuten vor dem Frittieren oder Rösten senkt die Acrylamidbildung beim Garen, wobei die Kartoffeln vor dem Garen abgetropft und trocken getupft werden sollten, um Spritzer oder Brände zu vermeiden (FDA). Die gewerbliche Entsprechung ist das Blanchieren, das reduzierende Zucker und Asparagin von der Oberfläche entfernt (FDA Guidance for Industry).
Q05
Soll ich Kaffee oder Brot weglassen, um die Belastung zu senken?
Das ist nicht die veröffentlichte Empfehlung. Die Behörde empfiehlt eine Ernährungsweise im Sinne der Ernährungsleitlinien und rät ausdrücklich nicht dazu, den Verzehr wertvoller Getreideerzeugnisse wie Vollkornmüsli zu senken, die eine gute Quelle für Vollkorn und Ballaststoffe sind (FDA). Beim Kaffee entsteht Acrylamid beim Rösten und nicht beim Aufbrühen, und es wurden bisher keine guten Wege zur Senkung gefunden.
Q06
Wie ernst ist das Risiko bei diesen Werten?
Ungeklärt, und so wird es auch gesagt. In Laborstudien verursachte Acrylamid bei Tieren Krebs, allerdings bei weit höheren Gehalten als in Lebensmitteln, und die Behörde forscht dazu, ob die viel niedrigeren Gehalte in Lebensmitteln ein Gesundheitsrisiko für Menschen darstellen (FDA). Eine Bewertung des Gemeinsamen Sachverständigenausschusses für Lebensmittelzusatzstoffe kam zu dem Schluss, dass Acrylamid ein Gesundheitsproblem für den Menschen sein könnte (FDA Guidance for Industry).
Quellen

Jede Aussage, belegt.

03 Quellen
  1. [01]US Food and Drug Administration. Acrylamide and Diet, Food Storage, and Food Preparation. Acrylamide forms from natural sugars and the amino acid asparagine in foods; it does not come from food packaging or the environment. In laboratory studies, acrylamide caused cancer in animals, but at acrylamide levels much higher than those seen in foods, and FDA is conducting research to determine whether the much lower levels of acrylamide in food pose a health risk to people. Acrylamide has been found primarily in food made from plants, such as potatoes, grain products, and coffee, and is not typically associated with meat, dairy, or seafood products. Acrylamide is typically found in plant-based foods cooked with high heat, not raw plant-based foods or foods cooked by steaming or boiling. Comparing frying, roasting, and baking potatoes, frying causes the highest acrylamide formation; roasting potato pieces causes less acrylamide formation, followed by baking whole potatoes; boiling potatoes and microwaving whole potatoes with skin on to make microwaved baked potatoes does not produce acrylamide. Soaking raw potato slices in water for 15 to 30 minutes before frying or roasting helps reduce acrylamide formation during cooking, and soaked potatoes should be drained and blotted dry before cooking. Storing potatoes in the refrigerator can result in increased acrylamide during cooking; therefore, store potatoes outside the refrigerator, preferably in a dark, cool place, such as a closet or a pantry, to prevent sprouting. Generally, more acrylamide accumulates when cooking is done for longer periods or at higher temperatures; cooking cut potato products to a golden yellow color rather than a brown color helps reduce acrylamide formation, and brown areas tend to contain more acrylamide. Toasting bread to a light brown color, rather than a dark brown color, lowers the amount of acrylamide, and very brown areas should be avoided since they contain the most acrylamide. Acrylamide forms in coffee when coffee beans are roasted, not when coffee is brewed at home or in a restaurant, and so far scientists have not found good ways to reduce acrylamide formation in coffee. FDA does not recommend reducing intake of healthful grain products (e.g., whole grain cereals) that are a good source of whole grains and fiber.
  2. [02]US Food and Drug Administration. Guidance for Industry: Acrylamide in Foods. Acrylamide forms in foods from a chemical reaction between asparagine, an amino acid, and reducing sugars such as glucose and fructose; this reaction is part of the Maillard reaction, which leads to color, flavor, and aroma changes in cooked foods. Acrylamide formation usually occurs at elevated temperatures used when frying or baking (above 120 degrees Celsius / 248 degrees Fahrenheit) and in low moisture conditions, although acrylamide has also been identified in some fruit and vegetable products heated at lower temperatures or higher moisture conditions. Acrylamide formation occurs primarily in plant-based foods, notably potato products such as french fries and potato chips, cereal-grain-based foods such as cookies, crackers, breakfast cereals, and toasted bread, and coffee. In potatoes, reducing sugars are present in excess compared with asparagine, and reducing sugar levels are the important factors driving acrylamide formation. Potatoes exposed to sustained cold temperatures can undergo cold sweetening, developing higher levels of reducing sugars in response to cold. Trade associations recommend temperatures greater than 43 degrees Fahrenheit for long-term storage of potatoes used for potato chips or for french fries, with some guidelines recommending near 50 degrees Fahrenheit or greater for chipping potatoes or 47 to 50 degrees Fahrenheit for french fry processing. Sprouting can lead to conversion of stored starch to sugars, increasing potential for acrylamide formation and excessive browning in cooked products. Blanching also removes reducing sugars and asparagine from the potato surface, decreasing acrylamide in fries. An evaluation of acrylamide by the WHO/FAO Joint Expert Committee on Food Additives concluded that acrylamide may be a human health concern.
  3. [03]US Food and Drug Administration. Survey Data on Acrylamide in Food: Total Diet Study Results, Table 1, FY03 market baskets 1 to 4, values in parts per billion with a general limit of quantitation of 10 ppb and ND denoting non-detect. Potato, french-fried, fast-food: 381, 432, 416, 450. Potato chips: 467, 264, 536, 292. Potato, baked (with peel): 32, 17, 22, 29. Potato, boiled (without peel): ND, ND. Bread, white, enriched: ND, ND, ND, 13. Bread, whole wheat: 34, 24, 39, 59. Coffee, from ground: ND, ND, 12, ND. Decaffeinated coffee, from ground: ND, ND, ND, ND. Sweet potatoes, canned: 153, 95, 66, 59. Each data point represents the analytical result for a composite of three samples of the Total Diet Study food, collected from grocery stores and fast food restaurants in three cities within each of four US regions and prepared table-ready.
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